Stellen Sie sich vor, Ihre Produkte landen direkt im Einkaufssystem Ihrer Kunden – in Echtzeit mit aktuellen Preisen und Verfügbarkeiten. Dynamische Kataloge, auch Punchout-Kataloge genannt, machen das möglich. Diese helfen Ihnen als Lieferant, Umsatz und Kundenbindung zu steigern. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick über die drei wichtigsten Ansätze: cXML Punchout, OCI-Katalog und IDS-Connect.

Was sind dynamische Kataloge?

Dynamische Kataloge verbinden Webseiten (z.B. Webshops) nahtlos mit dem Einkaufssystem des Kunden. Im Gegensatz zu statischen Katalogen wie BMEcat oder DATANORM aktualisieren sie sich sekundenschnell, ohne manuelle Pflege. Punchout-Kataloge können in ERP-Systemen (z.B. SAP, HERO), in E-Marktplätzen (z.B. simple system) oder E-Procurement-Systemen (z.B. coupa, SAP Ariba) integriert werden. Nach der Implementierung erhalten die Fachabteilungen des Kunden auf den Katalog Zugriff. Der jeweilige Mitarbeiter wählt den Lieferanten aus und wird automatisiert in den dynamischen Katalog weitergeleitet. Dort werden die gewünschten Artikel in den Warenkorb gelegt und in das Einkaufssystem zurück übertragen. Damit wurde nun eine Bestellung erfasst. Nun erfolgen die gewohnten Prozesse, wie die Freigabe des Budget-Verantwortlichen und die Übermittlung der Bestellung an den Lieferanten.

punchout catalog
Absprung in den Punchout-Katalog aus dem ERP-System HERO

Welche Vorteile bieten solche Kataloge?

Als Lieferant profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

  • Datenhoheit bleibt bei Ihnen: Preise, Lagerbestände und Konfigurationen sind immer aktuell.
  • Kunde nutzt Ihre Lösung (z.B. Onlineshop), bleibt jedoch in seinem Einkaufssystem
  • Weniger Fehler, keine Preisdifferenzen oder Rückfragen

Die drei technischen Ansätze im Überblick

Jeder Ansatz integriert externe Punchout-Kataloge in Kundensysteme. Die Technik variiert je nach Branchenstandard und Systemlandschaft.

OCI-Katalog (Open Catalog Interface)

OCI, entwickelt von SAP, ist der Standard für ERP- und E-Procurement-Systeme wie SAP, Onventis oder Mercateo/Unite. Dieser Standard ist vor allem in großen Einkaufsorganisationen vertreten. Das Ziel ist immer aktuelle Artikeldaten und Preise für die Einkaufsbestellung zu verwenden.

cXML-Punchout

cXML-Punchout wird in E-Procurement-Systemen wie SAP Ariba oder Coupa eingesetzt. Der Einsatzzweck ist derselbe wie beim OCI-Katalog. Lediglich der technische Aufbau unterscheidet sich.

IDS Connect für Handwerker

Immer mehr Handwerksbetriebe, aus dem Branchen SHK (Sanitär-Heizung-Klima), Elektro oder Bau, setzen auf Handwerkersoftware. Diese spezialisierten ERP-Systeme haben die Standardschnittstelle IDS-Connect bereits integriert. Damit kann der Artikelstamm aktualisiert werden, Angebote geschrieben oder Bestellungen getätigt werden.

Weshalb sind Punchout-Kataloge ein wichtiges Vertriebsargument?

Vergibt ihr Kunde das Label „Preferred Supplier“? Dann haben Sie es mit einem modernen Unternehmen zu tun. Bei diesen Kunden werden Lieferanten belohnt, die dem Einkauf das Leben vereinfachen. Zum Beispiel durch Schnittstellen die die Datenpflege erleichtern. Deshalb ist die Fähigkeit Punchout-Kataloge anzubieten ein wichtiges Argument. Denn damit können folgende Vorteile beim Kunden erzielt werden:

  • Einfache Beschaffung: Mitarbeitende bestellen im eigenen System ohne Medienbruch oder manuelle Bestellformulare
  • Manueller Aufwand sinkt: Artikeldaten und Preise werden automatisch übertragen, somit ist keine manuelle Erfassung der Bestellung notwendig​
  • Reduktion von Prozesskosten: Die Transaktionskosten pro Bestellung sinken deutlich
  • Hohe Datenqualität: Immer aktuelle Preise und Verfügbarkeiten
  • Einhaltung von Einkaufsrichtlinien: Budgets und Freigabe‑Workflows greifen automatisch und können lieferantenübergreifend eingestellt werden
  • Geringe Maverick-Buying-Quote: Durch eine hohe Nutzerfreundlichkeit gehen Mitarbeitende den Weg über die vorgegebenen Kanäle
  • Sortimentssteuerung: Durch die Integration werden bevorzugte Lieferanten „fest verankert“ und damit die Bündelung von Bestellung auf den „Preferred Supplier“ gebündelt
punchout catalog

Wie erwerbe ich die technische Fähigkeit?

Der klassische Weg führt über den eigenen Onlineshop und die Programmierung der geforderten Schnittstellen. Dieser Ansatz liegt nahe, da im Webshop die kundenspezifischen Preise, Verfügbarkeiten und Artikeldaten bereits vorhanden sind. Ein Punchout-Katalog kann auch über andere Wege realisiert werden. Am Markt gibt es folgende Ansätze:

  • Eigenentwicklung: Die Schnittstellen selbst entwickeln und aktuell halten
  • Plugins: Über den Kauf eines Plugins (externe Erweiterung) wird aus dem Onlineshop ein Punchout-Katalog. Diese Bausteine sind fertige Erweiterungen für Systeme wie Magento, Shopware, Shopify oder Adobe Commerce
  • „Out-of-the-box“-Lösung: Standardlösung, die mit Daten aus Excel oder BMEcat auf Knopfdruck einen Punchout-Katalog erzeugt. Dies ist die kostengünstige und schnelle Lösung

Kann mein Kunde die Artikel über die Suche im Einkaufssystem finden?

Dynamische Kataloge werden über den Absprung auf eine externe Website und Rückübertragung des Warenkorbs gesteuert. Daher sind die Artikel nicht über die lieferantenübergreifende Suche im ERP- oder Einkaufssystem zu finden.

Dieser Nachteil wurde erkannt und mit Weiterentwicklungen der Punchout-Techniken gelöst. Mit den folgenden Versionen ist kein Absprung mehr notwendig und Artikel werden über die übergreifende Suche angezeigt:

  • OCI 5.0 mit Background-Search
  • cxML Punchout Level 2

Welche Anforderungen gibt es an Artikeldaten?

Neben Bildern, Beschreibungen, Dokumenten und Kunden-Nettopreisen gibt es zwei wichtige Informationen. Dazu zählen die Mengeneinheiten und der Klassifikationscode.

Mengeneinheiten

Unter Mengeneinheit oder UOM (Unit of Measure) ist der Code gemeint, der definiert, auf welche Einheit sich der Nettopreis bezieht. Zum Beispiel kann für die Einheit Stück der Code C62, ST oder STK verwendet werden. Diese sind bei jedem Artikel hinterlegt und müssen mit der Kundenlogik harmonisiert werden. Sollte der Code bzw. Wert nicht beim Kunden hinterlegt sein, kommt es zum Übertragungsfehler.

Klassifizierungscode

Für Einkaufs- und Finanzprozesse werden Klassifizierungscodes verwendet. Es haben sich die Standards E-Class, UNSPSC und ETIM etabliert. Dies spezifiziert die Produktgruppe und standardisiert teilweise die Produktmerkmale (z.B. ETIM). Dieser Code wird bei jedem Artikel aus dem Warenkorb bei der Übermittlung an das Kundensystem zu übergeben.

Fazit

Dynamische Kataloge machen Ihren Vertrieb effizienter. Denn der mühsam verhandelte Rahmenvertrag wird im Kundensystem verankert. Dadurch steigern Sie Ihre Sichtbarkeit und die Fachabteilungen des Kunden können die Artikel schnell bestellen.

Daher lohnt es sich in Punchout-Kataloge zu investieren. Durch Baukastensysteme die über Plugins den eigenen Onlineshop erweitern oder über „Out-of-the-box“-Lösung die aus einer Excel-Datei per Knopfdruck einen fertigen dynamischen Katalog erzeugt, sind auch mit kleinen Budgets große Schritte möglich.

Meine Empfehlung: Starten Sie mit einer „Out-of-the-box“-Lösung. Diese ist in 2-3 Stunden fertig und kann sofort mit dem ersten Pilotkunden implementiert werden. Geben Sie Ihren Kollegen aus IT bzw. Onlineshop-Team Bescheid und verkaufen Sie dies als ersten Schritt, um deren Ressourcen zu schonen. Ihre ersten Kunden werden begeistert sein und Sie haben gute Argumente für die Umsetzung im eigenen Onlineshop!

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

Punchout-Katalog gewünscht?

Wir helfen Ihnen, die passende Lösung zu finden und diese kurzfristig umzusetzen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was genau ist ein dynamischer Katalog?

Ein dynamischer Katalog (auch Punchout-Katalog genannt) verbindet Ihren Webshop direkt mit dem Einkaufssystem Ihres Kunden. Preise, Verfügbarkeiten und Artikeldaten werden automatisch in Echtzeit übertragen. So kann Ihr Kunde direkt in seinem System auf Ihre Produkte zugreifen, sie auswählen und bestellen – ohne manuelle Dateneingabe.

Worin liegt der Unterschied zu einem statischen Katalog?

Ein statischer Katalog (z. B. DATANORM, BMEcat) muss regelmäßig manuell aktualisiert werden. Ein dynamischer Katalog hingegen aktualisiert sich selbstständig über eine Schnittstelle. Änderungen an Preisen oder Artikeln sind sofort sichtbar – das spart Zeit und vermeidet Fehler.

Welche Vorteile hat das für mich als Lieferant?

Ihre Daten bleiben aktuell und unter Ihrer Kontrolle. Kunden sehen direkt Ihre Preise und Bestände. Bestellvorgänge laufen schneller und fehlerfrei. Sie binden Ihre Kunden langfristig – das erhöht Ihre Chance auf Folgeaufträge.

Welche Arten von dynamischen Katalogen gibt es?

Je nach Kundensystem kommen unterschiedliche Standards zum Einsatz:
➡️ IDS Connect: vor allem in Handwerker-ERP-Systemen wie HERO verbreitet.
➡️ OCI-Katalog (Open Catalog Interface): Standard bei SAP, Onventis oder Mercateo.
➡️ cXML-Punchout: häufig genutzt bei großen Plattformen wie SAP Ariba oder Coupa.

Wie kann ich einen solchen Katalog bereitstellen?

Es gibt drei Wege: #1 Eigenentwicklung: Sie programmieren die Schnittstelle selbst. #2 Plugin: Sie kaufen eine Erweiterung (z. B. für Shopware, Magento, Shopify). #3 Standardlösung: Sie nutzen eine fertige „Out-of-the-box“-Variante – ideal für den schnellen Start.

Welche Anforderungen gibt es an Artikeldaten?

Wichtig sind vollständige Produktinformationen. Zudem sind die Mengeneinheiten abzustimmen. Die meisten Kunden fordern auch Klassifikationscodes nach Standards von E-Class, UNSPSC oder ETIM. Diese Informationen sind entscheidend, damit der Datenaustausch mit dem Kundensystem reibungslos funktioniert.

Können meine Artikel über die Suche des Kunden gefunden werden?

In älteren Versionen war das nicht möglich, da der Prozess über den Absprung auf eine externe Website erfolgt und dort der Warenkorb ins Ursprungssystem gesandt wird. Neuere Versionen wie OCI 5.0 oder cXML Punchout Level 2 bieten eine integrierte Suche, somit Ihre Artikel direkt im Suchergebnis des Kundensystems erscheinen.

Warum erhöhen dynamische Kataloge meinen Umsatz?

Weil Ihre Produkte dort präsent sind, wo der Kunde einkauft. Es ist kein unnötiges Suchen und kein Umweg über Websites notwendig. Das steigert den Komfort, das Vertrauen und führt zu Zusatzverkäufen.

Quellen

Die Digitalisierung revolutioniert das Handwerk und mit ihr die Art und Weise, wie Handwerksbetriebe ihre Prozesse organisieren. Eine zentrale Rolle spielt dabei die IDS Connect-Schnittstelle. Sie ermöglicht eine nahtlose Verbindung zwischen Handwerkersoftware und den Onlineshops von Lieferanten. Doch welche spezifischen Anwendungsfälle eröffnet diese Technologie? Und wie profitieren Betriebe davon? In diesem Beitrag beleuchte ich die Potenziale von IDS Connect und zeige praxisnahe Einsatzmöglichkeiten auf.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect verbindet die Handwerkersoftware mit dem Onlineshop des Lieferanten

Warum IDS Connect unverzichtbar ist!

Die Anforderungen an Handwerksbetriebe wachsen. Kunden erwarten schnelle Angebote, präzise Kalkulationen und eine zügige Auftragsabwicklung. Gleichzeitig müssen interne Abläufe effizient gestaltet werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Handwerkersoftware unterstützt diese Prozesse. Um diese mit aktuellen Informationen zu versorgen ist ein hoher manueller Pflegaufwand erforderlich. Hier setzt die Schnittstelle IDS Connect an. IDS steht für „Integrierte Datenschnittstelle“ und ermöglicht folgende Einsatzmöglichkeiten:

  • Direkten Zugriff auf aktuelle Artikeldaten wie Preise, Bilder, Texte und Verfügbarkeiten
  • Automatisierten Datenaustausch zwischen Handwerkersoftware und den Onlineshops der Lieferanten
  • Reduktion manueller Arbeitsschritte, was Zeit spart und Fehler minimiert

Ein Beispiel: Früher mussten Handwerker Produktdaten aus Katalogen oder Angeboten manuell in ihr System übertragen. Dies ist ein zeitaufwendiger und fehleranfälliger Prozess, vor allem in dynamischen Märkten. Mit IDS Connect wird dieser Schritt digitalisiert.

Anwendungsfälle der IDS-Connect-Schnittstelle in der Praxis

Mit dieser Schnittstelle können verschiedene Anwendungsfälle optimiert werden. Im Folgenden finden Sie fünf Einsatzmöglichkeiten:

Effiziente Warenkorbabwicklung

Ein zentraler Anwendungsfall von IDS Connect ist die Abwicklung von Warenkörben.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Warenkorbabwicklung

Praxisbeispiel:

Ein Betrieb aus dem Bereich Klimatechnik nutzt seine Handwerkersoftware, um einen Warenkorb mit benötigten Materialien für den Kundenauftrag zu erstellen. Über IDS Connect wird dieser direkt an den Lieferanten übermittelt. Alternativ kann der Betrieb einen im Onlineshop erstellten Warenkorb in seine Software importieren, um ihn weiterzuverarbeiten – sei es für Kalkulationen, Angebote oder Bestellungen.

Vorteile:

  • Keine doppelte Dateneingabe
  • Zeitersparnis durch automatisierte Prozesse
  • Direkte Weiterverarbeitung der Daten in der eigenen Software

Direkter Zugriff auf Artikeldaten

IDS Connect ermöglicht es, Artikelinformationen wie Preise, Verfügbarkeiten oder technische Details in Echtzeit abzurufen. Dabei muss das System nicht verlassen werden und die Schnittstelle greift im „Hintergrund“ die gewünschten Informationen ab.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Artikel-Deep-Link

Praxisbeispiel:

Ein Installateur ist bei einem Kunden vor Ort und stellt fest, dass ein Ersatzteil benötigt wird. Über die Funktion „Artikel-Deep-Link“ ruft er direkt aus seiner Software die Verfügbarkeit des Artikels beim Großhändler ab. Innerhalb weniger Sekunden kann er den Artikel bestellen. Und dies ohne Umwege über das Büro.

Vorteile:

  • Echtzeit-Daten ersparen unnötige Nachfragen
  • Kunden durch schnelle Informationsweitergabe begeistern
  • Optimierung des Gesamtprozesses vom Angebot über die Bestellung bis hin zur Rechnungsabwicklung mit dem Lieferanten

Angebotserstellung

IDS Connect erleichtert die Angebotserstellung erheblich, da aktuelle Artikeldaten direkt eingebunden werden können.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Angebotsabwicklung

Praxisbeispiel:

Ein Dachdecker besucht einen Kunden vor Ort und bespricht mit ihm die Planungen für das neue Hausdach. Über die integrierte Datenschnittstelle (IDS Connect) fügt er aktuelle Preise und Verfügbarkeiten direkt in sein Angebot ein. Innerhalb weniger Minuten wird das fertige Angebot per E-Mail an den Kunden gesendet.

Vorteile:

  • Schnelle Angebotserstellung steigert die Kundenzufriedenheit
  • Präzisere Kalkulationen durch tagesaktuelle Daten
  • Reduzierter Verwaltungsaufwand durch automatisierte Prozesse

Auftragsbearbeitung

Auch bei der Bearbeitung von Aufträgen bietet die IDS-Schnittstelle erhebliche Vorteile, da alle relevanten Daten zentral verfügbar sind.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Auftragsabwicklung

Praxisbeispiel:

Ein Trockenbauer erhält einen Auftrag für weitere Objekte. Über IDS Connect greift er auf die Artikeldaten seines Lieferanten zu und spielt diese direkt in seinen Auftrag ein. Änderungen oder Ergänzungen können in Echtzeit vorgenommen werden, ohne Medienbrüche zwischen unterschiedlichen Systemen überwinden zu müssen.

Vorteile:

  • Effiziente Bearbeitung von Aufträgen durch direkte Integration von Artikeldaten
  • Nahtlose Kommunikation zwischen Handwerkersoftware und Onlineshop
  • Fehlerreduktion durch automatische Datenübernahme

Stets aktuelle Daten durch Integration von Lieferanten-Systemen

IDS Connect schafft eine nahtlose Verbindung zwischen Handwerkersoftware oder ihrem ERP-System mit den Onlineshops der Lieferanten herzustellen.  Dadurch sind Artikeldaten stets aktuell im eigenen System verfügbar.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Aktualisierung von Artikelstamm- und Bewegungsdaten

Praxisbeispiel:

Ein Malerbetrieb nutzt IDS Connect, um direkt aus seiner Software auf das Shop-System seines Großhändlers zuzugreifen. Dort kann er Produkte suchen, Preise vergleichen und Bestellungen aufgeben. Und dies, ohne die Software zu verlassen.

Vorteile:

  • Zentralisierte Prozesse ohne Medienbrüche
  • Erhöhte Effizienz bei der Produktsuche und Bestellung
  • Bessere Übersicht über verfügbare Produkte

Vorteile von IDS Connect für Handwerksbetriebe

Die Einführung von IDS Connect bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  1. Zeitersparnis: Routineaufgaben wie das manuelle Übertragen von Daten entfallen
  2. Fehlerreduktion: Automatisierte Prozesse minimieren Eingabefehler
  3. Kostenkontrolle: Durch tagesaktuelle Preisabfragen können Kosten präziser kalkuliert werden
  4. Flexibilität: Daten sind jederzeit abrufbar, ob im Büro oder auf der Baustelle
  5. Kundenzufriedenheit: Schnelle Angebots- und Auftragsbearbeitung stärkt die Beziehung zu Kunde

Welche ERP- oder Handwerkersoftware bietet diese Schnittstelle an?

Hier finden Sie eine Übersicht über Softwareanbieter, die die IDS-Connect-Schnittstelle anbieten. Je nach Lizenzmodell und Softwarereife können Anbieter fehlen. Ich empfehle den direkten Kontakt zum aktuellen oder potenziellen Softwareanbieter zu suchen und Details zu besprechen.

Was ist bei der Einführung zu beachten?

Datenqualität ist das Fundament des Prozesses. In der Handwerkersoftware sollten sauber Artikelstammdaten hinterlegt sein. Dies bedeutet, dass in der Artikelnummer eine eindeutige Nummer steht. Dort kann auf die Artikelnummer des Herstellers oder die EAN-Nummer zurückgegriffen werden. Dies ist wichtig, damit die Artikel über die Schnittstelle identifiziert werden können.

Zudem ist es wichtig sich die Prozesse und Ziele anzusehen. Nicht jede Möglichkeit, die mit dieser Schnittstelle umsetzbar ist, ist auch relevant für Ihren Betrieb. Vor der technischen Umsetzung gilt es die einzelnen Schritte zu definieren.

Sollten Kollegen und Mitarbeiter involviert sein, sollten diese frühzeitig mit eingebunden werden. Durch Beteiligung kann Akzeptanz entstehen. Denn was hilft die beste Datenqualität und ein erstklassiger Prozess, wenn diese nicht genutzt werden.

Magisches Dreieck – Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung der IDS-Schnittstelle

Was ist der Unterschied zu OCI, UGL, OMD, cXML Punchout und dem Katalogformat DATANORM?

Neben der IDS-Connect gibt es weitere Schnittstellen und Datenformate, die systemübergreifenden Arbeiten ermöglichen. Der folgende Abschnitt soll helfen die Unterschiede aufzuzeigen. Diese „Werkzeuge“ für optimale Prozesse hängen von dem gewählten System (z.B. Handwerkersoftware, ERP-System), der Zielstellung und technischen Fähigkeiten ihrer wichtigsten Lieferanten ab.

OCI-Schnittstelle

OCI steht für Open Catalog Interface. Diese Schnittstelle wurde von SAP entwickelt und ist in vielen ERP-Systemen zum Standard geworden. Vor allem Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe setzten auf diese Schnittstelle. Mittlerweile gibt es auch spezielle Einkaufssysteme, auch E-Procurement-Systeme genannt, die auf diese Schnittstelle setzen.

Funktion:

  • Artikel aus dem Onlineshop des Lieferanten in die Handwerkersoftware oder das ERP-System importieren.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Für die Übermittlung von Bestellungen wird eine separate Schnittstelle (z.B. EDI) benötigt

DATANORM Katalog

DATANORM ist ein strukturiertes Datenformat, das für die Anlage und Pflege von Artikeldaten in Handwerkersoftware entwickelt wurde. Darin sind die rudimentären Daten wie Artikelnummer, Bezeichnung und Preis beinhaltet. Dieses Katalogformat wird auch als statisch bezeichnet, da bei jeder Änderung ein neuer DATANORM-Katalog beim Lieferanten erzeugt werden muss und in der Software des Handwerkbetriebes eingespielt werden muss.

Funktion:

  • Anlage und Pflege von Artikeldaten

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Statisches Katalogformat im Gegensatz zur dynamischen IDS-Schnittstelle, auch dynamischer Katalog genannt
  • Artikelanlage in der Handwerkersoftware möglich
  • Ergänzung zu IDS-Connect. Erst mit DATANORM die Artikel anlegen und mit IDS Connect Preise aktuell halten

OMD-Schnittstelle

OMD steht für Open Masterdata. Wie die IDS-Connect-Schnittstelle wird OMD von der ITEK GmbH entwickelt. Wer mit dem Katalogformat DATANORM arbeitet, kann dadurch die fehlenden Informationen wie Bilder oder Datenblätter bei Bedarf ergänzen. Mittelfristig soll OMD das veraltetet Format DATANORM ersetzen.

Funktion:

  • Mit Open Masterdata können in Echtzeit Artikeldaten vom Lieferanten abgerufen werden. Dazu wird eine Artikelnummer oder die EAN (bzw. GTIN) benötigt. Diese kann manuell angegeben werden oder aus dem DATANORM Katalog ausgewählt werden.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Für Artikel die sich nicht im Artikeldatenstamm in der Handwerkersoftware befinden können z.B. Bilder, Texte, Preise oder Leistungsverzeichnisse abgerufen werden
  • Anlage von neuen Artikeln in der Handwerkersoftware möglich
  • Ähnliche Funktion wie der „Artikel-Deep-Link“ von IDS 2.5, jedoch ein anderer Datenstandard

UGL-Schnittstelle

UGL ist die Abkürzung für „Übergabeschnittstelle Lang“. Ursprünglich wurde diese von der Großhandelsgruppe „GC Gruppe“ entwickelt. Als Basis dazu diente die UGS-Beschreibung (Übergabeschnittstelle).

Funktion:

  • Eine Excel-Datei wird aus dem Onlineshop des Lieferanten heruntergeladen werden. Die darin enthaltenen Informationen werden zur Erstellung von Angeboten oder Bestellungen genutzt. Der Fokus dieser „Schnittstelle“, die eher einem Katalog wie DATANORM, ähnelt ist der Dokumentenaustausch.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • IDS-Connect ist eine automatische und moderne Schnittstelle. Bei UGL und UGS müssen die Daten manuell eingespielt werden
  • Reiner Fokus auf den Dokumentenaustausch wie z.B. der Bestellung

cXML Punchout-Catalog

Der Punchout-Catalog funktioniert ähnlich wie der OCI-Standard und wurde von Ariba aus der USA entwickelt. Systeme von Oracle, coupa oder SAP Ariba setzen auf diesen Standard. Über diese Schnittstelle kann ähnlich zu IDS Connect die Bestellung übermittelt. Zudem steht der Rückversand von Auftragsbestätigungen, Lieferavisen oder Rechnungen zur Verfügung.

Funktion:

  • Artikel aus dem Onlineshop des Lieferanten in die Handwerkersoftware oder das ERP-System importieren.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Für die Übermittlung von Bestellungen wird eine separate Schnittstelle (z.B. EDI) benötigt
  • Kann zusätzlich zur Bestellung die Rücknachrichten des Lieferanten über die Schnittstelle ins System des Handwerkers einspielen

Fazit

IDS Connect professionalisiert die Arbeitsweise von Handwerksbetrieben durch nahtlose digitale Prozesse. Ob Warenkorbabwicklung, Artikeldatenupdates oder Angebotserstellung, die Möglichkeiten sind vielfältig und bieten enorme Potenziale zur Effizienzsteigerung. Für Betriebe bedeutet dies nicht nur Zeitersparnis und Fehlerminimierung, sondern auch eine gesteigerte Kundenzufriedenheit. Damit Sie zu erstklassigen Prozessen gelangen, sind nach meiner langjährigen Erfahrung drei Punkte entscheidend. Nehmen Sie ihr Team mit, binden Sie in die Veränderung aktiv mit ein. Setzen Sie auf hohe Datenqualität. Dies hilft Ihnen nicht nur bei Angeboten und Bestellungen, sondern perspektivisch auch in Lagerprozessen. Und zuletzt, definieren Sie klar das Ziel und setzen den geplanten Prozess kurzfristig um. Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft!

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wer hat die IDS-Schnittstelle entwickelt?

Die IDS Connect-Schnittstelle wurde von den Verbänden BVBS (Bundesverband Bausoftware e.V.), DG Haustechnik (Deutscher Großhandelsverband Haustechnik) und ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima) in Zusammenarbeit mit der ITEK GmbH entwickelt.

Welche Software unterstützt IDS Connect?

Viele Handwerkersoftware-Lösungen wie HERO, Handwerksdata, Haufe X360, Streit V.1, Landrix Handwerk, Das Programm, Pds Software, M-Soft und LC-Top bieten eine Integration von IDS Connect an.

Was ist bei der Einführung von IDS Connect zu beachten?

Die Datenqualität ist das Fundament des Prozesses, daher sollten in der Handwerkersoftware saubere Artikelstammdaten mit eindeutigen Artikelnummern hinterlegt sein. Es ist wichtig, die relevanten Prozesse zu definieren und Kollegen sowie Mitarbeiter frühzeitig einzubinden, um Akzeptanz zu schaffen.

Welche Vorteile bietet IDS Connect für Handwerksbetriebe?

IDS Connect bietet Zeitersparnis durch Wegfall manueller Datenübertragung, Fehlerreduktion durch automatisierte Prozesse und bessere Kostenkontrolle durch tagesaktuelle Preisabfragen. Zudem ermöglicht es mehr Flexibilität durch jederzeit abrufbare Daten und steigert die Kundenzufriedenheit durch schnellere Angebots- und Auftragsbearbeitung.

Kann ich mit IDS Connect auf mehrere Lieferanten zugreifen?

Ja, IDS Connect ermöglicht eine nahtlose Verbindung zwischen Ihrer Handwerkersoftware und den Onlineshops verschiedener Lieferanten. Sie können Produkte suchen, Preise vergleichen und Bestellungen aufgeben, ohne Ihre Software zu verlassen.

Kann ich mit IDS Connect auch Artikelbestellungen direkt vor Ort tätigen?

Ja, IDS Connect ermöglicht es, direkt vor Ort beim Kunden Artikelverfügbarkeiten zu prüfen und Bestellungen aufzugeben, ohne die Software zu verlassen oder ins Büro zurückkehren zu müssen.

Welche Großhändler und Hersteller unterstützen die IDS Connect-Schnittstelle?

Es lohnt sich bei Ihrem Lieferanten nachzuhaken. Hier eine kurze Auswahl von Unternehmen: Baustoffhandel – Baustoff Union, SHK-Branche – Richter & Frenzel, Elektrogroßhandel – Fega & Schmitt.

Quellen

Die Digitalisierung der Einkaufsprozesse zwischen Geschäftspartnern (B2B) schreitet kontinuierlich voran. Dies erfordert den Upload von Produktdaten in Online-Shops, E-Procurement-Systemen oder E-Marktplätzen. Hier kommen BMEcat-Converter ins Spiel. Erfahren Sie alles über die besten BMEcat-Converter für Ihr Unternehmen. Ich vergleiche die Top 5 Anbieter und erkläre, wie die Software Ihre Produktdatenverwaltung automatisiert, Kosten spart und Effizienz steigert. 

Was ist ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter, auch BMEcat-Generator oder BMEcat-Software genannt, hilft Produktdaten in ein XML-Format zu bringen. XML ist ein strukturiertes Datenformat, das Informationen zwischen IT-Systemen austauscht. Beim BMEcat ist die Struktur nach den Vorgaben des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) standardisiert. Der BMEcat gehört mittlerweile zum Standard für den Austausch von Produktinformationen in der Industrie. Ein BMEcat-Converter übersetzt verschiedene Dateiformate in den gleichnamigen elektronischen Katalog. Zu den Grundfunktionen gehört die Erstellung, Validierung und Verteilung. Wie diese Funktionen zusammenspielen, sehen wir uns im nächsten Abschnitt an. 

Struktur eines BMEcat im Programm XML Tree Editor geöffnet 

Wie funktioniert eine solche Software? 

Um einen BMEcat zu erstellen werden Produktinformationen wie Bilder, Texte, Artikel-Merkmale, Kundenpreise und Klassifizierungen (z.B. E-CLASS oder UNSPSC) benötigt. Diese werden über Import-Kanäle zur Verfügung gestellt. Je nach Reifegrad der Software können verschiedene Formate wie z.B. Excel, CSV, JSON oder XML importiert werden. Der BMEcat-Converter übernimmt die „Übersetzung“ in den BMEcat. In diesem Schritt werden Validierungen vorgenommen. Diese richten sich nach dem Zielsystem oder der Kundenanforderung. Ein Klassiker sind die Mengeneinheiten, die sogenannten UOMs (Unit of Measure). Um dies zu verdeutlichen, nehmen wir folgendes Beispiel. In der Importdatei ist für die Mengeneinheit Stück die Bezeichnung „ST“ angegeben. Das Zielsystem fordert jedoch „PCE“. Solche Differenzen können durch die Validierung analysiert und in die Sprache des Kundensystems übersetzt werden. Nachdem der Katalog die Prüfung erfolgreich bestanden hat, geht es in den dritten Schritt „Die Verteilung“. Wenn das Zielsystem einen automatischen Upload ermöglicht kann die Software dies automatisiert übernehmen. 

Infrastruktur eines BMEcat-Converters 

bmecat software
bmecat software
bmecat software

Welche Vorteile sprechen für die Einführung eines BMEcat-Converters? 

Ein BMEcat-Converter ergänzt bestehende Lösungen wie PIM-Systeme (Produkt-Information-Management) oder ERP-Systeme um folgende Vorteile:   

  • Verbesserte Datenqualität: Durch die Standardisierung des BMEcat können Produktdaten an der richtigen Stelle positioniert werden. Dies führt zur Qualitätssteigerung, da die Informationen richtig im Zielsystem angekommen und die Suchergebnisse positiv beeinflusst werden. Zudem können damit manuelle Fehler vermieden werden. 
  • Erhöhte Effizienz: Die Automatisierung der Erstellung und Verwaltung der elektronischen Kataloge spart Zeit und Ressourcen.  
  • Nahtlose Integration: Das XML-basierte Format von BMEcat sorgt für eine nahtlose Integration mit bestehenden Systemen wie ERP- (Enterprise-Ressource-Planning), PIM-Systemen (Product-Information-Management), E-Marktplätzen und E-Procurement-Systemen. Damit wird der Datenfluss optimiert und es besteht keine Notwenigkeit von manueller Datenpflege. 
  • Kosteneinsparungen: Durch die Reduzierung von Fehlern mittels der automatisieren Validierung und die Optimierung von Prozessen können Prozesskosten eingespart werden. Unter Prozesskosten verstehe ich die Aufwendung von Arbeitszeit für die Pflege, Erstellung und Verteilung von BMEcats. 
  • Kundenbindung: Durch den Upload von Produktdaten in Einkaufssystemen können Kunden einfach und schnell bestellen. Darüber hinaus werden manuelle Eingabefehler vermieden und der Kunde kann auf aktuelle Informationen zurückgreifen. 

Wie entwickelt sich BMEcat-Software weiter? 

Neben dem BMEcat gibt es weitere elektronische Katalogformate. Dazu gehören Datanorm, Ariba cif oder das coupa eigene CSV-Format. Zudem gibt es zahlreiche API-Schnittstellen die in Echtzeit Produktdaten zwischen Systemen austauschen. Kundenindividuelle CSV-Formate nehmen ebenfalls zu und stellen die Lieferanten der Daten vor große Herausforderungen. Um dieser Komplexität gerecht zu werden, entwickeln sich BMEcat-Software-Lösungen zu E-Catalog-Management-Lösungen weiter. Zudem wird in Zukunft KI (Künstliche Intelligenz) die „Veredelung“ von elektronischen Katalogen vereinfachen. Ein möglicher Einsatzzweck ist die automatisierte Zuordnung von Klassifikationen (z.B. E-CLASS, UNSPSC, ETIM) auf Artikelebene. Auch in der Erstellung von Texten gibt es erste Ansätze. So können individuelle Texte für Zielgruppen und -systeme automatisiert erstellt werden.  

Infrastruktur von E-Catalog-Management-Lösungen 

Top 5 der BMEcat-Converter im Überblick: e-proCAT, nexoma, Pro3Con, Storeserver, und PIM-Anbieter 

e-pro – e-proCAT

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Die e-pro CAT GmbH zählt zu den führenden Anbietern von Kataloglösungen mit über 1.000 Kunden. Mit ihren Wurzeln im Fraunhofer-Institut IAO und als Mitbegründer des BMEcat-Standards bringt die e-pro CAT GmbH über 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung elektronischer Kataloge mit.  

Ausgewählte Funktionen: 

  • Von E-CLASS auf UNSPSC klassifizieren und von UNSPSC auf E-CLASS 
  • Umfangreiche Validierungsoptionen 
  • Löschen von Links ungültiger MIME-Dateien. Unter MIME werden Bilder, Datenblätter und weitere Anhänge verarbeitet.

nexoma – CatalogExpress 

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Das interdisziplinäre Team von nexoma vereint Fachkompetenzen aus den Bereichen Projektmanagement, Softwareentwicklung und Architektur, Design sowie Mediengestaltung. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Implementierung leistungsfähiger Softwarelösungen für das Produktdatenmanagement. Mit der Softwarelösung CatalogExpress unterstützt nexoma Unternehmen bei der effizienten Transformation und Verteilung von Daten über diverse Kanäle.  

Ausgewählte Funktionen: 

  • Konvertierung in komplexe Standards wie FAB-DIS, BMEcat ETIM oder ETIM xChange 
  • Standardschnittstellen zu PIM-Systemen wie Akeneo, Apollon, Contentserv, ViaMedici, Pimcore oder das Shopsystem von Shopware 

Pro3Con – Primus Catalog 

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Die Pro3Con GmbH ist ein Softwareanbieter im Bereich der automatisierten Verteilung von Produktdaten. Der Fokus liegt auf der Bereitstellung maßgeschneiderter Lösungen für die Erstellung und Integration von E-Katalogen und Webshop-Systemen. Mit einem tiefen Verständnis der digitalen Transformation von Geschäftsprozessen unterstützt Pro3Con Unternehmen dabei, ihre Beschaffungs- und Verkaufsprozesse effizienter zu gestalten. 

Ausgewählte Funktionen: 

Storeserver 

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Gegründet durch den Geschäftsführer Dipl. Inf. Sven Sprandel in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO, liegt der Ursprung des Unternehmens in der Entwicklung des Austauschformats openTRANS/BMEcat. Dieses wurde als erster Schwerpunkt mit dem Storeserver BMEcat-Generator umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. 

Ausgewählte Funktionen: 

  • Converter funktioniert auf Excel-Basis und kann lokal eingesetzt werden 
  • Flexible Erweiterung von BMEcat-Feldern 

PIM-Systeme (Produkt-Information-Management) 

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Viele PIM-Anbieter haben das BMEcat Format umgesetzt. Im Gegensatz zu den BMEcat-Convertern richten sich PIM-Systeme an den internen Logiken aus. Diese kommen an Grenzen, sobald Kunden und Zielsysteme spezifische Anforderungen stellen. Die Lösungen können durch Change-Requests als Anforderungen zur Programmierung angefordert und umgesetzt werden. Ist dies zu aufwendig und zu teuer kann durch die Fachabteilung manuell nachgearbeitet werden.  

Ausgewählte Funktionen: 

  • BMEcat-Standard mit interner Logik 

Fünf wichtige Schritte für die Einführung der BMEcat-Software 

bmecat software
  1. Bedarfsanalyse: Bevor Sie einen BMEcat-Converter implementieren, ist es wichtig Ihre geschäftlichen Bedürfnisse zu bewerten. Bestimmen Sie den Umfang ihres Artikel-Portfolios, die Komplexität der Artikeldaten und die Integrationsanforderungen. 
  2. Die richtige Software auswählen: Auf Basis der Bedarfsanalyse gilt es die richtige Software auszuwählen. Wichtige Kriterien ist die Nutzerfreundlichkeit, vorhandene Schnittstellen, Skalierbarkeit, Kenntnisse des Anbieters über die Zielkanäle, gemeinsames Entwicklungspotential und das Preismodell. 
  3. Datenvorbereitung: Produktdaten sind das A und O. Bereiten Sie Ihre vorhandenen Produktdaten für die Migration vor. Dies kann die Bereinigung von Daten, die Standardisierung von Formaten und die Sicherstellung der Vollständigkeit und Genauigkeit aller notwendigen Informationen umfassen.
  4. Integration: Integrieren Sie den BMEcat-Converter in Ihre bestehenden Systeme. Nehmen Sie am besten bereits in Schritt 1 ihre IT-Kollegen mit ins Boot. Damit manuelle Tätigkeiten reduziert werden, ist die nahtloste Integration in vorhandene Systeme empfehlenswert. Wenn Sie überwiegend mit Excel arbeiten können Sie direkt mit der Integration der Zielsysteme starten.  
  5. Schulung und Support: Bieten Sie Schulungen für Ihr Team an, damit es den Umgang mit der neuen Software erlernt. Stellen Sie außerdem sicher, dass sie Zugang zu fortlaufendem Support haben, um auftretende Probleme zu lösen. 

Fazit 

Die Einführung eines BMEcat-Converters ist ein wertvolles Werkzeug um professionelles Produktdaten- und Katalogmanagement aufzubauen. Damit lassen sich manuelle und kleinteilige Arbeitsschritte Stück für Stück automatisieren. Daraus folgen aktuelle Daten in den Zielsystemen und die Steigerung der Kundenzufriedenheit.  

Mit standardisierten Datenformaten, umfassenden Funktionen und der Skalierbarkeit bieten Softwareanbieter für die Erzeugung von BMEcats zahlreiche Vorteile, darunter verbesserte Datenqualität, erhöhte Effizienz und Kosteneinsparungen. Durch eine sorgfältige Bedarfsanalyse, die Auswahl der richtigen Software und eine fokussierte Implementierung können schnelle Optimierungen erreicht werden. 

In einer Zeit, in der digitale Transformation fortschreitet und E-Commerce immer wichtiger wird sind kurzfristige und hochwertige Aktualisierungen von Produktdaten das Fundament für den Vertrieb. Sind Sie bereit Ihre digitalen Vertriebsprozesse zu optimieren und die Vorteile von BMEcat-Software zu nutzen?  

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – häufig gestellte Fragen 

Was ist ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter ist eine Software, die Produktdaten in das standardisierte XML-Format BMEcat überführt. Dieses Format ermöglicht den Austausch von Produktinformationen zwischen verschiedenen Systemen im B2B-Bereich. Die Software validiert und verteilt die Daten automatisch. 

Wie funktioniert ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter importiert Produktinformationen aus verschiedenen Dateiformaten wie Excel oder CSV und übersetzt sie ins BMEcat-Format. Dabei werden die Daten auf Fehler geprüft und an die Anforderungen des Zielsystems angepasst. Nach erfolgreicher Validierung können die Daten automatisch verteilt werden. 

Welche Vorteile bietet ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter verbessert die Datenqualität, automatisiert Prozesse und spart dadurch Zeit und Kosten. Er ermöglicht zudem eine nahtlose Integration in bestehende Systeme und erhöht die Effizienz in der Produktdatenpflege. 

Wie wähle ich den richtigen BMEcat-Converter aus? 

Die Auswahl hängt von verschiedenen Faktoren wie der Komplexität der Produktdaten, den Integrationsanforderungen und der Skalierbarkeit der Software ab. Wichtige Kriterien sind auch die Benutzerfreundlichkeit und die Schnittstellen zu anderen Systemen wie PIM oder ERP. 

Wie entwickeln sich BMEcat-Converter weiter? 

BMEcat-Software entwickelt sich zu umfassenden E-Catalog-Management-Lösungen, die neben dem BMEcat-Format auch andere Katalogformate und APIs unterstützen. Zukünftig wird KI eingesetzt, um die Klassifizierung und Textgenerierung zu automatisieren, was den Prozess weiter vereinfacht. 

Quellen

Neukunden-Akquise ist bekanntlich anstrengend und kostet viel Zeit und Geld. Bestandskunden sind bereits gewonnen und eine höhere Integration des Lieferanten in die Prozesse seiner Kunden steigert die Kundenbindung. Der cXML-Punchout-Catalogs leistet dazu einen wichtigen Beitrag und optimiert den Vertriebsprozess.

Einführung in cXML-Punchout-Catalog

cXML-Punchout ist eine standardisierte Schnittstelle, die den Austausch von Produktdaten zwischen Lieferanten und Einkaufsorganisationen erleichtert. Diese Technologie wurde von Ariba (heute SAP Ariba) entwickelt, um die Integration von Produktkatalogen in Einkaufssysteme effizient und fehlerfrei zu gestalten. Durch die Nutzung eines cXML-Punchout-Catalogs wird der Bestellprozess optimiert, da Produktdaten in Echtzeit im Zuge einer Bestellung in das Einkaufssystem übertragen werden.

➡️ cXML (Commerce eXtensible Markup Language) ist ein strukturiertes Format für den Austausch von Produktdaten und Nachrichten (z.B. Bestellungen) zwischen Unternehmen

Der Bestellprozess über cXML Punchout

Der Einkaufsprozess mit einem cXML Punchout-Katalog erfolgt in mehreren Schritten, die in Einkaufssystemen wie SAP Ariba oder coupa umgesetzt werden können:

Schritt 1: Lieferantenauswahl

Der Einkäufer öffnet sein Einkaufssystem und wählt den
gewünschten Lieferanten aus. Diese Funktionalität ist in allen marktüblichen
Einkaufssystemen verfügbar.

punchout catalog

Schritt 2: Öffnen des Punchout-Catalog

Nach Auswahl des Lieferanten wird der cXML Punchout-Katalog automatisch geöffnet.

cxml-punchout

Schritt 3: Produktauswahl

Der Einkäufer wählt die gewünschten Produkte aus und fügt sie seinem Warenkorb hinzu

cxml-punchout

Schritt 4: Übertragung und Bestellung

Der gefüllte Warenkorb wird ins Einkaufssystem übertragen. Dort gibt der Einkäufer die Lieferadresse und die Kostenstelle an und sendet die Bestellung ab.

cxml-punchout

Schritt 5: Interne Freigabe und Versand

Die Bestellung wird nach interner Freigabe an den Lieferanten gesandt, der daraufhin die Waren ausliefert. Der Bestellprozess ist unabhängig vom Punchout-Catalog. Der Bestellprozess läuft wie gewohnt ab. Sollte der Austausch von PDF-Bestellungen via E-Mail vereinbart wurde, wird auch das einkaufende Unternehmen nach wie vor PDFs senden.

cxml-punchout

Gesamtprozess:

Der Mitarbeiter wählt im Einkaufssystem den gewünschten Lieferanten aus. Nach der Auswahl wird der cXML Punchout-Katalog des Lieferanten automatisch geöffnet. Der Einkäufer wählt die gewünschten Produkte aus und legt sie in den Warenkorb. Der gefüllte Warenkorb wird ins Einkaufssystem übertragen, wo der Einkäufer die Lieferadresse und die Kostenstelle angibt und die Bestellung absendet. Nach interner Freigabe wird die Bestellung an den Lieferanten gesandt, der die Waren ausliefert.

Vorteile eines cXML Punchout-Katalogs für Lieferanten

  • Erhöhte Sichtbarkeit: Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten werden direkt im Einkaufssystem der Einkaufsorganisation angezeigt. Dies steigert die Auffindbarkeit und den Absatz.
  • Zeitersparnis und Fehlerreduktion: Automatisierte Prozesse reduzieren den manuellen Aufwand und minimieren Eingabefehler.
  • Echtzeit-Aktualisierung: Produktinformationen und Preise können jederzeit aktualisiert werden. Dies stellt eine stets aktuelle Datenbasis beim Lieferanten und seinem Kunden sicher.
  • Wettbewerbsvorteil: Die Bereitstellung eines cXML Punchout-Katalogs kann ein entscheidender Faktor bei der Auswahl eines Lieferanten sein.
  • Kundenbindung: Durch die vereinfachte und schnellere Bestellabwicklung steigt die Kundenzufriedenheit.
  • Automatisierung der Geschäftsprozesse: Die Datenbasis ermöglicht eine fehlerfreie Automatisierung nachgelagerter Prozesse wie Auftrags- und Rechnungsmanagement.

Vorteile für einkaufende Unternehmen

  • Effizienzsteigerung: Die direkte Integration der Lieferantenkataloge in das eigene Einkaufssystem vereinfacht den Bestellprozess.
  • Reduzierte Fehlerquote: Automatisierte Datenübertragungen minimieren das Risiko von manuellen Eingabefehlern und Missverständnissen.
  • Transparenz: Zugriff auf aktuelle Produktinformationen, Preise und Verfügbarkeiten, ohne beim Lieferanten nachfragen zu müssen.
  • Zeitersparnis: Schnelle und unkomplizierte Bestellvorgänge sparen Zeit für produktive Tätigkeiten.
  • Verbesserte Zusammenarbeit: Standardisierte Prozesse verbessern die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten.

Integration von cXML Punchout

Unterstützte Systeme

cXML Punchout kann mit verschiedenen Einkaufssystemen integriert werden, darunter:

Implementierungsoptionen

  • Eigenentwicklung: Unternehmen können eine eigene cXML-Schnittstelle für ihren Online-Shop entwickeln. Diese Methode bietet hohe Flexibilität, erfordert jedoch den internen Aufbau der Entwicklungs- und Servicekompetenz.
  • Standardlösungen: Standard Softwarelösungen, die speziell für die cXML-Integration entwickelt wurden, sind kurzfristig einsatzbereit und sind durch nutzungsabhängige Gebühren kostengünstiger.
  • Plugins: Für gängige Shop-Systeme existieren fertige Plugins. Durch das Aktivieren im Online-Shop ist die Schnittstelle nutzbar, vorausgesetzt das Shopsystem (Shopware, Magento) wird im Standard ohne individuelle Anpassungen genutzt.

Fazit

Ein cXML Punchout-Katalog hilft bei der Optimierung des Vertriebs- und Einkaufsprozesses. Er bietet erhebliche Vorteile für Lieferanten und einkaufende Unternehmen durch erhöhte Effizienz, Fehlerreduktion und steigende Kundenbindung. Ob durch Eigenentwicklung, Standardlösungen oder Plugins – die Integration eines cXML Punchout-Katalogs beschleunigt den Vertriebsprozess und schafft Kundenbindung.

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

Punchout-Katalog gewünscht?

Wir helfen Ihnen, die passende Lösung zu finden und diese kurzfristig umzusetzen.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Was ist cXML Punchout und wer hat es erfunden?

cXML Punchout ist eine standardisierte Schnittstelle, die von Ariba (heute SAP Ariba) entwickelt wurde. Damit lassen sich schnell Produktdaten zwischen Lieferanten und Einkaufsorganisationen auszutauschen.

Wie sieht der Prozess einer Bestellung über den cXML Punchout-Katalog aus?

Der Prozess umfasst die Auswahl des Lieferanten, das Öffnen des Punchout-Katalogs, die Produktauswahl, die Übertragung des Warenkorbs ins Einkaufssystem und das Absenden der Bestellung.

Wie optimiert ein cXML Punchout-Catalog den Vertriebsprozess?

Er minimiert manuelle Eingaben und Fehler, vereinfacht die Auftragslegung und stärkt die Kundenbindung durch eine komfortable Bestellabwicklung.

Welche Vorteile bietet ein cXML Punchout-Katalog für Lieferanten?

Zu den Vorteilen gehören die erhöhte Sichtbarkeit im Kundensystem, Zeitersparnis, Echtzeit-Aktualisierung, Wettbewerbsvorteile und eine stärkere Kundenbindung.

Welche Vorteile bietet ein cXML Punchout-Katalog für einkaufende Unternehmen?

Effizienzsteigerung, reduzierte Fehlerquote, Transparenz, Zeitersparnis und eine verbesserte Zusammenarbeit mit Lieferanten.

Mit welchen Systemen kann ein cXML Punchout integriert werden?

SAP Ariba, Coupa, Oracle

Welche Optionen gibt es, um Ihren Kunden einen cXML Punchout anzubieten?

Eigenentwicklungen, Standardlösungen oder Plugins für bestehende Shop-Systeme.

Quellen

Die Listung ihrer Produktdaten im Kundensystem ist ein Meilenstein im Vertrieb. Dazu gibt es einen smarten Weg der mit Open Catalog Interface bezeichnet wird. Geläufig sind auch die Bezeichnungen OCI-Katalog, OCI-Shop, OCI-Anbindung oder OCI-Webshop. Erfahren Sie wie Open Catalog Interface Ihnen bei der Platzierung der Produktdaten beim Kunden hilft.

Was ist OCI und wer hat es erfunden?

Open Catalog Interface (kurz: OCI), ist eine standardisierte Schnittstelle, um Produktdaten zwischen Lieferanten und Einkäufern fehlerfrei auszutauschen. Diese Technologie wurde von SAP entwickelt, um den Prozess der Katalogintegration in Einkaufsplattformen zu vereinfachen. Durch die Nutzung von OCI können Lieferanten ihre Produktdaten in Echtzeit in das Einkaufssystem ihrer Kunden integrieren. Der Bestellprozess wird dadurch erleichtert und beschleunigt.

Wie sieht der Prozess einer Bestellung über den OCI-Katalog aus?

Mitarbeiter aus Vertrieb, Kundenservice oder IT haben nur wenige Berührungspunkte mit dem Einkaufsprozess der Kunden. Daher haben sich auch Begriffe wie OCI-Katalog, OCI-Shop, OCI-Anbindung oder OCI-Webshop eingebürgert. All diese Begrifflichkeiten beschreiben den folgenden Prozess:

oci

Schritt 1:

Einkaufssystem öffnen und Lieferant auswählen. Dies ist in allen marktüblichen Einkaufssystem und E-Marktplätzen wie zum Beispiel Onventis, Newtron, DIG, mercateo unite, simple system, SAP SRM, BeNeering möglich.

oci

Schritt 2:

Der OCI-Katalog öffnet sich.

oci

Schritt 3:

Produkte auswählen und Warenkorb übertragen

oci

Schritt 4:

Im Einkaufssystem die Bestellung tätigen und die Lieferadresse wie Kostenstelle angeben. Danach die Bestellung absenden.

oci

Schritt 5:

Bestellung wird nach interner Freigabe an den Lieferanten gesandt. Die Bestellung kann als PDF via E-Mail oder automatisiert via EDI (electronic data interchange) übermittelt werden. Dies ist unabhängig vom OCI-Katalog und muss separat geklärt werden.

oci

Gesamtprozess:

Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin, die oftmals auch als Bedarfsträger bezeichnet werden, arbeitet im Einkaufssystem. Die Artikeldaten werden über den OCI-Katalog ins Einkaufssystem geladen. Nach erfolgter Freigabe erhält der Lieferant die Bestellung auf dem üblichen Wege.

➡️ Es gibt unterschiedliche Ausbaustufen des Open Catalog Interface. In dem obigen Prozess wird der OCI 4.0 beschrieben. Dazu muss der Kunde das Einkaufssystem kurz verlassen, um die gewünschten Produkte auszuwählen. Beim OCI 5.0 ist dieser Absprung optional und der Kunde findet die Artikel über die übergreifende Suche des Einkaufssystems.

Wie optimiert ein OCI-Katalog den Vertriebsprozess?

Ein OCI-Katalog optimiert den Vertriebsprozess auf mehrere Ebenen. Erstens ermöglicht er eine nahtlose Integration der Produktdaten in die Einkaufssysteme der Kunden, wodurch manuelle Eingaben und Fehler minimiert werden. Mit Einkaufssystemen sind E-Procurement-Systeme (SAP Ariba, Onventis, Newtron), E-Marktplätze (simple system, mercateo unite) oder ERP-Systeme (SAP) gemeint.

Zweitens wird die Auftragslegung durch die Bereitstellung der Produktinformationen und Preise im Kundensystem vereinfacht. Dabei wirkt der OCI-Katalog wie ein Angebot, aus dem der Kunde im Bedarfsfall direkt bestellen kann, ohne ein separates Angebot einholen zu müssen.

Drittens fördert ein OCI-Katalog die Kundenbindung, da der Einkaufsprozess für den Kunden erheblich vereinfacht und komfortabler gestaltet wird.

Viertens schafft diese Art des Produktdatenaustausches das Fundament für Folgeprozesse. Auf dieser Basis lassen sich Aufträge, Auftragsbestätigungen, Lieferavise und Rechnungen automatisiert (EDI) verarbeiten.

Welche Vorteile ergeben sich für Lieferanten und Kunden?

Vorteile für Lieferanten

Für Lieferanten bietet die Implementierung eines OCI-Katalogs zahlreiche Vorteile:

  • Erhöhte Sichtbarkeit: Produkte und Dienstleistungen werden direkt im Einkaufssystem des Kunden angezeigt.
  • Zeitersparnis: Automatisierte Prozesse reduzieren den Aufwand für manuelle Eingaben und Fehlerkorrekturen.
  • Aktualität: Produktinformationen und Preise können in Echtzeit aktualisiert werden.
  • Wettbewerbsvorteil: Die Bereitstellung eines OCI-Katalogs kann ein entscheidender Faktor bei der Lieferantenauswahl und bei der Artikelauswahl im Alltagsgeschäft sein.
  • Kundenbindung: Durch die vereinfachte Bestellabwicklung steigt die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden.
  • Automatisierung der Geschäftsprozesse: Ein OCI-Katalog sorgt dafür, dass Lieferant und Kunden auf derselben Datenbasis arbeiten. Damit können Folgeprozesse (z.B. Bestellungen, Rechnungen) fehlerfrei automatisiert werden.

Vorteile für einkaufende Unternehmen (Kunden)

Auch Kunden profitieren erheblich von einem OCI-Katalog:

  • Effizienz: Der Bestellprozess wird durch die Integration der Lieferantenkataloge in das eigene Einkaufssystem stark vereinfacht.
  • Reduzierte Fehler: Automatisierte Datenübertragungen minimieren Eingabefehler und Missverständnisse.
  • Transparenz: Einkaufende Unternehmen erhalten stets aktuelle Informationen zu Produkten, Preisen und Verfügbarkeiten.
  • Zeitersparnis: Schnelle und unkomplizierte Bestellvorgänge ermöglichen eine effizientere Arbeitsweise.
  • Verbesserte Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit zwischen Einkäufer und Lieferant wird durch standardisierte Prozesse gestärkt.

Mit welchen Systemen kann ein OCI integriert werden?

OCI kann mit einer Vielzahl von Einkaufssystemen integriert werden. Folgende Systeme besitzen eine OCI-Schnittstelle:

  • SAP ERP (Enterprise Ressource Planning)
  • Jaggaer
  • SAP SRM (Supplier Relationship Management)
  • Mercateo Unite
  • Proactis
  • Onventis
  • Infor CloudSuite
  • GEP SMART
  • Basware
  • SynerTrade
  • Newtron
  • Simple system

Welche Optionen gibt es, um Ihren Kunden das Open Catalog Interface anzubieten?

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten Open Catalog Interface umzusetzen:

  1. Eigenentwicklung: Unternehmen können eigene Lösungen entwickeln. Der Standardweg ist es für den bestehenden Online-Shop eine OCI-Schnittstelle zu programmieren. Vorteil dabei ist, dass individuelle Anforderungen leichter umgesetzt werden können. Der große Nachteil ist jedoch, dass dafür erhebliche Entwicklungsressourcen und Support benötigt werden.
  2. Standardlösungen: Es gibt fertige Softwarelösungen, die speziell für die OCI-Integration entwickelt wurden. Diese sind oft schneller einsatzbereit und kostengünstiger als Eigenentwicklungen.
  3. Plugins: Eine OCI-Schnittstelle für bestimmte Shop-Systeme kann auch gekauft werden. Speziell für Magento, Shopware und weitere Shop-Systeme bestehen fertige Plugins.

Fazit

Das Open Catalog Interface (OCI) ist ein smartes Werkzeug, um die Produktdaten nahtlos in die Einkaufssysteme Ihrer Kunden zu integrieren. Es optimiert den Vertriebsprozess auf unterschiedlichen Ebenen. Aus Prozesssicht ist der fehlerfreie Austausch von Bestellungen und Rechnungen ein großer Effizienzgewinn für Lieferant und Kunde. Der Weg in zahlreiche Kundensysteme kann mittels Eigenentwicklung, Standardlösungen oder Plugins gegangen werden. Einen OCI-Katalog im Leistungsportfolio zu haben führt zu höherer Kundenbindung und perspektivisch zu Umsatzsteigerungen.

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

Punchout-Katalog gewünscht?

Wir helfen Ihnen, die passende Lösung zu finden und diese kurzfristig umzusetzen.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Was ist OCI und wer hat es erfunden?

OCI (Open Catalog Interface) ist eine von SAP entwickelte standardisierte Schnittstelle zum fehlerfreien Austausch von Produktdaten zwischen Lieferanten und einkaufenden Unternehmen.

Wie sieht der Prozess einer Bestellung über den OCI-Katalog aus?

Der Einkaufsprozess beginnt mit der Auswahl des Lieferanten im Einkaufssystem, gefolgt von der Produktwahl im OCI-Katalog, der Übertragung des Warenkorbs und der Bestellung im Einkaufssystem.

Wie optimiert ein OCI-Katalog den Vertriebsprozess?

Ein OCI-Katalog minimiert manuelle Eingaben und Fehler, vereinfacht die Auftragslegung und fördert die Kundenbindung durch eine fehlerfreie und schnelle Bestellabwicklung.

Welche Vorteile bietet ein OCI-Katalog für Lieferanten?

Er erhöht die Sichtbarkeit, spart Zeit durch automatisierte Prozesse, bietet Echtzeit-Aktualität, verschafft Wettbewerbsvorteile und stärkt die Kundenbindung.

Welche Vorteile bietet ein OCI-Katalog für einkaufende Unternehmen (Kunden)?

Er steigert die Effizienz, reduziert Fehler, bietet Transparenz, spart Zeit und verbessert die Zusammenarbeit mit Lieferanten.

Mit welchen Systemen kann ein OCI integriert werden?

OCI kann mit Systemen wie SAP ERP, Jaggaer, SAP SRM, Mercateo Unite, Proactis, Infor CloudSuite, GEP SMART, Basware, SynerTrade und Newtron integriert werden.

Welche Optionen gibt es, um Ihren Kunden einen Open Catalog Interface anzubieten?

Optionen sind Eigenentwicklungen, Standardlösungen oder Plugins für bestehende Shop-Systeme wie Magento oder Shopware.

Quellen

Punchout-Kataloge werden auch dynamische Kataloge genannt. Denn diese aktualisieren sich in Sekundenschnelle. Damit wird sichergestellt, dass die aktuellsten Produktdaten, Preise oder auch Lieferzeiten dem Kunden zur Verfügung stehen. Wie Punchout-Kataloge mit den Einkaufssystemen deiner Kunden interagieren und welche Vorteile du als Lieferant davon hast, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Was ist ein Punchout-Katalog?

Ein Punchout-Katalog ist eine integrierte Verbindung zu dem Einkaufssystem deines Kunden (einkaufendes Unternehmen). Im Regelfall wird der unternehmenseigene Online-Shop als Basis für den Punchout-Katalog verwendet. Durch die Veränderung des Warenkorbprozesses wird über eine Schnittstelle die Bestellung nicht an das eigene System, sondern an das Einkaufssystem des Kunden gesandt. Die Integration dieses Kataloges erfolgt über den cXML- oder OCI-Standards. Damit bleibt das Einkaufssystem des Kunden das führende System und Folgeprozesse können wie gewohnt genutzt werden.

open catalog interface
cxml punchout catalog

Wie sieht der Punchout-Prozess konkret aus?

Der Mitarbeiter deines Kunden loggt sich in seinem Einkaufssystem ein. Dort wählt er den jeweiligen Punchout-Katalog aus. Dadurch wird dieser automatisch weitergeleitet und „eingeloggt“. In diesem „Katalog“ sucht der Mitarbeiter die gewünschten Artikel und legt diese in den Warenkorb. Die Oberfläche ähnelt meistens dem Online-Shop des Lieferanten.

Nach Absenden des Warenkorbes erfolgt die Weiterleitung zurück in das Einkaufssystem. Dort kann der Mitarbeiter die Bestellung noch anpassen oder buchhalterische Informationen (z.B. die Kostenstelle) ergänzen. Wenn die Bestellinformationen im Einkaufssystem bestätigt wurden, startet der Prozess der Genehmigung durch den Kostenstellenverantwortlichen oder den Vorgesetzten. Nach der Freigabe erhält der Lieferant die finale Bestellung übermittelt. Dieser Workflow zeigt das folgende Bild.

Punchout-Prozess vom Start im Einkaufssystem bis Versand der Bestellung an den Lieferanten

Welche Systeme können mit Punchout-Katalogen interagieren?

Am Markt gibt es zwei Standards. Den cXML Standard finden wir vor allem bei Systemen die aus amerikanischen Regionen stammen. Der der OCI Standard ist bei europäischen Systemen weit verbreitet. Alle relevanten Einkaufssysteme wie E-Marktplätze, E-Procurement-Systeme oder ERP-Systeme können Punchout-Kataloge verarbeiten. Hier findest du eine kurze Übersicht:

Systeme die den cXML-Punchout Katalog verwenden:

Systeme die den OCI-Punchout Katalog verwenden:

Vor- und Nachteile von Punchout-Katalogen

Dein Kunde hat im Regelfall zwei Katalogarten die er in sein Einkaufssystem einbinden kann. Es können statische Katalog eingebunden werden. Dort gibt es Formate wie den BMEcat, Datanorm oder Excel-Templates. Ich vergleiche diese gerne mit Steintafeln. Denn bei jeder Änderung ist eine neue Tafel anzufertigen und an den Kunden zu senden.

elektronsiche kataloge

Dynamische Kataloge hingegen aktualisieren die Daten in Sekundenschnelle und reduzieren durch die Automatisierung den Pflegeaufwand. Darunter fallen die oben vorgestellten Punchout-Kataloge. Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile dieser Katalogart. Es gibt weitere Funktionen, die die Nachteile reduzieren. Diese müssen vom Lieferanten wie vom Kundensystem technisch beherrscht und strategisch gewollt werden.

Wie läuft das Onboarding ab?

Um externe Kataloge in das Einkaufssystem zu integrieren, benötigst du einen Online-Shop oder eine Website oder eine externe Lösung (z.B. Primus Shop) mit der geeigneten Schnittstelle. Je nach Einkaufssystem sind eine cXML- oder OCI-Schnittstelle umzusetzen.

Im ersten Schritt empfehle ich, mit deinem Kunden die kaufmännischen Details wie Preise, Sortimentsumfang, führendes Einkaufssystem und bestellberechtigte Standorte bzw. Fachabteilungen zu klären.

Auf dieser Basis kann im zweiten Schritt der Punchout-Katalog auf Lieferantenseite konfiguriert werden. Wichtige Informationen wie zum Beispiel URL, Benutzer oder Passwort bzw. Shared Secret werden mit dem Ansprechpartner des Kundensystems geteilt. Dies kann ein Dienstleister, der Kunde selbst oder der Anbieter des Einkaufssystems sein.

Im dritten Schritt wird die Integration des Punchout-Katalogs umgesetzt und getestet. Nach dem erfolgreichen Test startet der Live-Betrieb. Im optionalen vierten Schritt wird der Bestellweg der Bestellung und Folgeprozesse wie Wareneingang und Rechnungslegung besprochen. In diesem Schritt liegt großes Automatisierung-Potenzial mittels EDI. Details zu dieser Prozessautomatisierung findest du unter dem Beitrag „Was ist EDI?“.

Mein Fazit

Punchout-Kataloge haben viele Vorzüge. Die manuelle Aktualisierung der Daten und Preise wird hinfällig, da diese bereits in deinem ERP-System (Warenwirtschaftssystem) erfolgte. Der Kunde kann Lagerbestände einsehen und konfigurierbare Artikel bestellen. Als Lieferant macht diese Katalogart vor allem bei regelmäßigen Änderungen von Produktdaten, Preisen oder Lagerbeständen Freude. Es ist kein Team notwendig das Kataloge erstellt und beim Kunden hochlädt. Anders als bei statischen Katalogen ist keine Kundenfreigabe notwendig. Dies spart dir als Lieferant Zeit, da alle bestellrelevanten Informationen im Kundensystem wie deinem ERP-System identisch sind. Damit fallen Preisdifferenzen, die Bestellung von „alten“ Artikeln oder kurzfristige Terminanfragen deines Kunden weg.

Dynamische Kataloge besitzen neben den vielen Vorteilen auch ein paar Nachteile für den Kunden. Daher kommt es auf die strategische Position und dein Ziel als Lieferant an. Nach meiner Erfahrung ist es möglich den Kunden mittelfristig von Punchout-Katalogen zu überzeugen. Spätestens dann, wenn mit OCI Backgroundsearch oder Punchout Level 2 die fehlende Vergleichbarkeit im Einkaufssystem wieder hergestellt ist.

Punchout-Kataloge qualifizieren Sie für Kunden die Punchout-fähige Lieferanten voraussetzen und steigert die Reputation bei ihren Kunden!

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

Punchout-Katalog gewünscht?

Wir helfen Ihnen, die passende Lösung zu finden und diese kurzfristig umzusetzen.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Was ist ein Punchout-Katalog?

Ein Punchout-Katalog ist eine integrierte Verbindung zu dem Einkaufssystem deines Kunden (einkaufendes Unternehmen). Im Regelfall wird der unternehmenseigene Online-Shop als Basis für den Punchout-Katalog verwendet. Durch die Veränderung des Warenkorbprozesses wird über eine Schnittstelle die Bestellung nicht an das eigene System, sondern an das Einkaufssystem des Kunden gesandt. Die Integration dieses Kataloges erfolgt über den cXML- oder OCI-Standards. Damit bleibt das Einkaufssystem des Kunden das führende System und Folgeprozesse können wie gewohnt genutzt werden.

Wie sieht der Punchout-Prozess aus?

Der Mitarbeiter deines Kunden loggt sich in seinem Einkaufssystem ein. Dort wählt er den jeweiligen Punchout-Katalog aus. Dadurch wird dieser automatisch weitergeleitet und „eingeloggt“. In diesem „Katalog“ sucht der Mitarbeiter die gewünschten Artikel und legt diese in den Warenkorb. Die Oberfläche ähnelt meistens dem Online-Shop des Lieferanten.

Nach Absenden des Warenkorbes erfolgt die Weiterleitung zurück in das Einkaufssystem. Dort kann der Mitarbeiter die Bestellung noch anpassen oder buchhalterische Informationen (z.B. die Kostenstelle) ergänzen. Wenn die Bestellinformationen im Einkaufssystem bestätigt wurden, startet der Prozess der Genehmigung durch den Kostenstellenverantwortlichen oder den Vorgesetzten. Nach der Freigabe erhält der Lieferant die finale Bestellung übermittelt.

Basieren die Punchout-Schnittstellen auf Standards?

Ja, die Schnittstellen zu Punchout-Katalogen erfolgen meist über cXML (Commerce extensible Markup Language) oder OCI (Open Catalog Interface). Alle relevanten Einkaufssysteme wie ERP-Systeme, E-Procurement-Systeme oder E-Marktplätze bieten solche Schnittstellen.

Wie kann mein Unternehmen von einem Punchout-Katalog profitieren?

Mit einem Punchout-Katalog erhältst du folgende Vorteile:

– Geschäfte über die Einkaufssysteme auf die gleiche Weise abwickeln wie die größten Unternehmen der Welt
– Qualifizierung für potentielle Key-Account-Kunden Punchout-fähige Lieferanten benötigen
– Einkaufserlebnis erhöhen, durch eine Umgebung die auf deine Produkte zugeschnitten ist
– Upselling und/oder Cross-Selling von zusätzlichen Produkten
– Datenanalyse durch das Tracking des Kunden- und Suchverhaltens

Was ist ein Punchout-Katalog Level 2?

Ein Punchout-Katalog Level 2 ist eine Kombination einem Punchout-Katalog Level 1 und einer Indexdatei. In der Indexdatei, die wie ein statischer Katalog funktioniert, sind alle Artikel aufgeführt, die auch über den Punchout-Katalog bestellt werden können. Durch diese Kombination funktioniert die übergreifende Suche, Artikel können im Einkaufssystem verglichen und gekauft werden.

Was ist der Unterschied zwischen cXML und OCI?

Dies sind zwei unterschiedlichen Schnittstellen die Produktdaten von einem externen System in das Einkaufssystem transportieren. cXML wurde von Ariba und OCI von SAP entwickelt. Die Funktionsweise für den Endanwender beim Kunden ist bei beiden Schnittstellen die gleiche.

Um welche Funktionen können OCI-Punchout Kataloge erweitert werden?

Die OCI-Schnittstelle kann um weitere Funktionen ergänzt werden. Diese müssen vom Lieferanten wie vom Kundensystem jeweils unterstützt werden.

DETAIL: Stellt eine Verlinkung im Einkaufssystem her. Diese erlaubt schnell auf weitere Produktinformationen im OCI-Katalog zurückzugreifen.

VALIDATE: Beim Übertrag des Warenkorbes werden Preis- und Lieferzeitänderungen abgefragt.

BACKGROUND_SEARCH: Im Einkaufssystem getätigte Suchen werden auch im OCI-Katalog durchgeführt und im Einkaufssystem angezeigt.

Quellen