Der Bauhof ist das Herzstück jedes Bauunternehmens. Er dient als zentraler Lagerplatz für Baumaterial, Maschinen, Fahrzeuge und Geräte. Gleichzeitig fungiert er als interne Dienstleistungseinheit zur Unterstützung der eigenen Baustellen.

Seine Kernaufgaben umfassen:

  • Termingerechte Bereitstellung von Material und Maschinen
  • Wartung und Reparatur des Fuhr- und Maschinenparks
  • Logistische Koordination von Transporten
  • Einkauf von Ersatzteilen

Der Bauhof arbeitet als Hilfskostenstelle, deren verrechnete Entgelte die angefallenen Kosten decken sollen, ohne Gewinn oder Verlust zu erwirtschaften.

Kurz gesagt: Wer Such- und Stillstandzeiten reduziert, senkt direkt die Gemeinkosten jeder laufenden Baustelle.

➡️ Woher kommt die 5S-Methode? Als Entwickler gilt Taiichi Ohno, ehemaliger Produktionsleiter der japanischen Firma Toyota. Die Methode stammt ursprünglich aus dem Lean Management und hat sich weltweit in produzierenden Unternehmen bewährt. Und somit auch für Prozesse im Bauhof von Bauunternehmen

Die 5S-Methode im Überblick

Die 5S-Methode hilft bei der Optimierung von Arbeitsplätzen, Lagerorten und Bauhofabläufen. 5S steht für folgende Begriffe, die aus dem Japanischen kommen:

SBegriff (Japanisch)Bedeutung
1Sortieren (Seiri)Aussortieren, was nicht dorthin gehört
2Systematisieren (Seiton)Jedes Teil hat seinen festen Platz
3Säubern (Seiso)Reinigung ist Inspektion
4Standardisieren (Seiketsu)Regeln etablieren und sichtbar machen
5Selbstdisziplin (Shitsuke)Die Kultur leben

1. Sortieren: Aussortieren, was nicht dorthin gehört

Bevor irgendetwas neu geordnet wird, wird radikal aussortiert. Im Bauhof bedeutet das: Alle Werkzeuge, Maschinen, Materialien und Ersatzteile werden nach Nutzungshäufigkeit und Zustand bewertet.

  • Entsorgen: Defekte Geräte, veraltete Materialien und Schrott werden entsorgt. Kein „das reparieren wir irgendwann mal“.
  • Reduzieren: Nur benötigtes Material wird auf Lager gelegt.
  • Rote-Aufkleber-Methode: Bei unklaren Fällen wird ein roter Aufkleber auf das Gerät oder Material geklebt. Nach einer festgelegten Frist wird endgültig entschieden: behalten oder entsorgen. So entsteht kein Endlos-Zwischenlager. (Tipp: Das hilft auch privat im Keller!)

2. Systematisieren: Jedes Teil hat seinen festen Platz

„Wo finde ich den Akku-Bohrhammer?“ „Wo ist das Anbauteil für den Bagger?“ Wenn das im Bauhof tägliche Routine ist, läuft etwas falsch. Jetzt bekommt jeder verbliebene Gegenstand einen festen, logischen und ergonomisch sinnvollen Platz.

  • Shadow Boards: Werkzeugtafeln mit Umrisszeichnungen zeigen sofort, welches Werkzeug fehlt. Mit einem Blick erkennen Sie, was nicht an seinem Platz ist.
  • Klare Zonen: Bodenmarkierungen trennen Lauf-, Fahr- und Lagerzonen. Das reduziert Unfallrisiken und beschleunigt den Ablauf.
  • Schnelle Wege: Alles was täglich gebraucht wird, ist schnell zu erreichen.. Seltene Spezialgeräte werden weiter hinten eingelagert. So minimieren Sie Wegezeiten bei jeder Einlagerung und Kommissionierung.
  • Software-Unterstützung: Eine Software, die dynamische Lagerplätze vergibt, ist ebenfalls in Ordnung. Wichtig ist, dass alle Buchungen auch über die Software erfolgen.

3. Säubern: Reinigung ist Inspektion

Reinigung im Bauhof ist keine reine Putzaktion, sondern aktive Qualitätssicherung. Denn dies ist präventive Wartung.

  • Reinigungspläne: Es gibt feste Pläne, die definieren, wer welche Flächen wann reinigt.
  • Präventive Wartung: Beim Säubern von Maschinen und Fahrzeugen fallen Verschleißerscheinungen, Risse oder Lecks frühzeitig auf. Eine undichte Hydraulikleitung am Minibagger fällt bei der morgendlichen Reinigung auf und kann in der Werkstatt direkt repariert werden.

4. Standardisieren: Regeln etablieren und sichtbar machen

Damit die ersten drei S nicht nach zwei Wochen wieder hinfällig sind, sollen klare Standards entstehen.

  • Visuelle Hilfen: Farbcodes für Kategorien und klare Beschriftungen für Regale und Behälter.
  • Checklisten: Regelmäßige 5S-Audits dokumentieren den Status und decken Abweichungen schnell auf.
  • Prozesslandkarten: Klare Verantwortlichkeiten und Abläufe für Instandhaltung und Ordnung. Jeder weiß, wer für was zuständig ist.
  • 5S-Freitag: Ein fester Tag zur Überprüfung der eigenen Standards. Dies steigert kontinuierlich die Qualität des Bauhofs und führt zu weniger Rückfragen, Wartungen und Konflikten im stressigen Arbeitsalltag unter der Woche.

5. Selbstdisziplin: Die Kultur leben

Der letzte Schritt ist entscheidend für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP): Mitarbeiter übernehmen die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Standards.

  • Training & Einbindung: Regelmäßige Trainings und die Einbindung der Belegschaft in die Prozessgestaltung fördern die Akzeptanz.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Durch regelmäßigen Austausch im Bauhof-Team werden Prozesse optimiert und die Disziplin aufrechterhalten.
  • Vorbildfunktion: Verantwortliche für den Bauhof leben 5S-Prinzipien vor. Dadurch entsteht eine Kultur, an der sich auch Poliere und andere Kollegen orientieren können.

Fazit

Die 5S-Methode ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Für Bauhofmitarbeiter bietet sie das Werkzeug, um den Bauhof von einem undurchsichtigen Sammelplatz in ein professionelles Lager zu verwandeln.

Der Bauhof wird vom Kostenfaktor zum Erfolgsfaktor für die Baustelle. Mit weniger Such- und Stillstandzeiten reduziert er aktiv die Gemeinkosten, sorgt für einen reibungslosen Prozess. Zudem stärkt er seinen Kollegen auf der Baustelle den Rücken, denn Probleme gibt es dort ohnehin genügend. Wann fangen Sie mit 5S an?

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Warum ist der Bauhof für ein Unternehmen so wichtig?

 Der Bauhof fungiert als zentrales Herzstück und Lagerplatz für Material, Maschinen und Fahrzeuge. Als interne Dienstleistungseinheit sorgt er für die termingerechte Bereitstellung von Ressourcen auf den Baustellen. Eine effiziente Organisation reduziert Such- und Stillstandzeiten, was die Gemeinkosten senkt.

Was ist das wirtschaftliche Ziel eines Bauhofs?

 Ein Bauhof arbeitet als Hilfskostenstelle. Das Ziel ist es, durch verrechnete Entgelte die angefallenen Kosten zu decken, ohne dabei Gewinn oder Verlust zu erwirtschaften. Effizienzsteigerung durch Methoden wie 5S wandelt den Bauhof vom reinen Kostenfaktor zum Erfolgsfaktor.

Was bedeutet die Abkürzung 5S?

5S steht für fünf japanische Begriffe, die einen Prozess zur Optimierung von Arbeitsplätzen, Lagerorten und Abläufen beschreiben: #S1 Sortieren (Seiri), #S2 Systematisieren (Seiton), #S3 Säubern (Seiso), #S4 Standardisieren (Seiketsu), #S5 Selbstdisziplin (Shitsuke)

Woher stammt die 5S-Methode? 

Als Entwickler gilt Taiichi Ohno, der ehemalige Produktionsleiter der japanischen Firma Toyota. Die Methode stammt ursprünglich aus dem Lean Management und hat sich weltweit in produzierenden Unternehmen bewährt. Und kann auf Bauhöfe von Bauunternehmen übertragen werden.

Wie geht man beim Sortieren im Bauhof vor? 

Es erfolgt eine radikale Bestandsaufnahme aller Werkzeuge, Maschinen und Materialien. Diese werden nach Nutzungshäufigkeit und Zustand bewertet. Dabei hilft: Entsorgen, Reduzierung, Rote-Aufkleber-Methode.

Wie wird sichergestellt, dass jeder Gegenstand im Bauhof seinen Platz hat?

Jeder verbliebene Gegenstand erhält einen festen, logischen und ergonomisch sinnvollen Platz. Dabei helfen folgende Maßnahmen: Shadow Boards, klare Zonen, kurze Wege, Software-Untersütztung.

Warum ist Reinigung im Bauhof mehr als nur Putzen?

Reinigung dient hier als aktive Qualitätssicherung und Inspektion. Beim Säubern von Maschinen und Fahrzeugen fallen Verschleißerscheinungen, Risse oder Lecks frühzeitig auf. So wird eine undichte Hydraulikleitung am Minibagger frühzeitig erkannt und behoben. Damit sparen Sie sich die aufwendige Reparatur auf der Baustelle.

Wie schaffe ich, dass das Bauhof-Team regelmäßig die ersten drei Schritte umsetzt?

Die gewonnenen Erkenntnisse werden in dauerhafte Standards überführt: Visuelle Hilfen, Checklisten, Prozesslandkarten, 5S-Tag.

Was ist der entscheidende Faktor für den langfristigen Erfolg im Bauhof?

Die Mitarbeiter müssen die Verantwortung für die Standards übernehmen. Dies wird erreicht durch: Training, Einbindung, kontinuierliche Verbesserung (KVP), Vorbildfunktion

Ist die 5S-Methode ein einmaliges Projekt? 

Nein, 5S ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess (KVP). Es erfordert ständige Pflege und Anpassung, um den Bauhof dauerhaft professionell zu betreiben.

Welchen konkreten Vorteil bringt die Rote-Aufkleber-Methode?

 Sie verhindert, dass unentschiedene Gegenstände zu einem permanenten Zwischenlager werden. Durch die festgelegte Frist wird eine schnelle und endgültige Entscheidung erzwungen.

Wie messe ich den Erfolg von 5S im Bauhof?

Da der Bauhof als Hilfskostenstelle arbeitet, lässt sich der Erfolg indirekt über die Gemeinkostensenkung messen:

Suchzeiten: Vergleich der Vorher-Nachher-Suchzeit messen.
Stillstandzeiten: Anzahl und Dauer von Maschinenausfällen dokumentieren.
Materialverschwendung: Kosten der Verbrauchsmaterialen analysieren. Erfahrungsgemäß sinken diese bis zu 20% im Vergleich zum Zeitraum vor dem Einsatz der 5S-Methode.
Audit-Ergebnisse: Regelmäßige 5S-Audit-Ergebnisse über die Zeit beobachten. Diese zeigen, ob Standards gelebt werden.

Was ist der Unterschied zwischen 5S und Lean Management?

5S ist ein Werkzeug innerhalb des Lean Management. Lean Management ist die übergeordnete Philosophie zur Verschwendungsreduktion. 5S ist eine konkrete, schrittweise Methode, um Arbeitsplätze zu organisieren. Andere Lean-Werkzeuge sind Value Stream Mapping, Kanban oder Poka-Yoke. 5S bildet oft das Fundament für weitere Lean-Initiativen, da ein aufgeräumter, standardisierter Arbeitsplatz die Voraussetzung für weitergehende Optimierungen ist.

Quellen

Mai 2023. Im Halbfinale der Eishockey-Weltmeisterschaft spielt Deutschland gegen die USA. Auf dem Papier ist die USA der überlegene Favorit. Doch wer selbst Mannschaftssport betrieben hat, weiß: Spiele werden nicht auf dem Papier entschieden.

Was an diesem Abend geschah, beeindruckte mich zutiefst. Die Spieler der deutschen Mannschaft blockten Schüsse füreinander, bügelten Fehler aus und Teamkollegen auf der Bank feuerten an. Jeder arbeitete für den gemeinsamen Erfolg. Nach 60 Minuten stand es 3:3 Unentschieden. Im Eishockey entscheidet in der Verlängerung das „Golden Goal“: Das erste Tor bringt den Sieg. Die Spannung war kaum auszuhalten. Dann fiel das Tor: Frederik Tiffels erzielte den entscheidenden Treffer zum 4:3. Deutschland stand im Finale.

Frederik Tiffels erzielt das entscheidende Tor
Frederik Tiffels erzielt das entscheidende Tor zum 4:3 Endstand. (Quelle: Kölner Haie)

Dieser Abend zeigte eindrucksvoll, was möglich ist, wenn aus talentierten Einzelspielern ein echtes Team wird. Doch wie entsteht ein solches Team? Und warum scheitern andere trotz individueller Qualität?

Warum scheitern Teams?

In über zehn Jahren Projekterfahrung als Transformation Manager habe ich immer wieder gleiche Muster gesehen. Erfolgreiche Teams zeichnen sich nicht durch die besten Einzelkönner aus, sondern durch eine Kultur, die zielgerichtete Zusammenarbeit ermöglicht.

Patrick Lencioni liefert mit seinem Modell der „Fünf Dysfunktionen eines Teams“ ein Werkzeug für die Praxis. Er beschreibt die häufigsten Hindernisse, die Teams am Erfolg hindern, als:

  • Fehlendes Vertrauen
  • Angst vor Konflikten
  • Unverbindlichkeit
  • Ablehnung von Verantwortung
  • Desinteresse an Ergebnissen

Diese fünf Punkte entscheiden darüber, ob Teams über sich hinauswachsen oder hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.

Fünf Krankheiten eines Teams
Die fünf Dysfunktionen eines Teams. (Quelle: Buch „Mein Traum-Team“ von Patrick Lencioni)

Vertrauen als Fundament: Warum zerstört Unverletzlichkeit den Teamerfolg?

Vertrauen ist die Basis jeder Zusammenarbeit. Doch genau hier krankt es oft. Wir haben gelernt, Fehler als Schwäche zu betrachten. Und Offenheit birgt das Risiko verletzt zu werden. Teammitglieder verstecken sich zum Schutz hinter professionellen Fassaden. Der hohe Qualitätsanspruch im Mittelstand verstärkt diesen Effekt: Fehler werden bestraft, statt als Lernmöglichkeit begriffen.

Ohne Vertrauen werden Konflikte vermieden, Verbindlichkeit abgeschoben und keine Verantwortung für Ergebnisse übernommen.

Vertrauen beginnt bei der Führungskraft. Wenn Sie als Verantwortlicher eigene Fehler offen ansprechen, geben Sie Ihrem Team die Erlaubnis, verletzlich zu sein. Das schafft einen sicheren Rahmen. Mit einer lebendigen Feedbackkultur und dem aktiven Lernen aus Fehlern wird aus einer Gruppe von Einzelkönnern ein Team.

Künstliche Harmonie: Warum halten Teams mit der Wahrheit zurück?

Kennen Sie Teams, in denen harmonisch miteinander umgegangen und zeitgleich hinter dem Rücken schlecht geredet wird? Das ist ein klares Symptom für die Angst vor Konflikten.

Konflikte sind unangenehm. Wer Kritik äußert, läuft Gefahr, selbst konfrontiert zu werden. Also wird lieber „Harmonie“ vorgespielt. Doch künstliche Harmonie bedeutet, dass die gemeinsamen Ziele nicht ernst genommen werden. Daraus folgt, dass Entscheidungen nicht klar getroffen werden, weil niemand seine echte Meinung eingebracht hat. Lösungen werden nur zweitklassig umgesetzt, da wertvolle Perspektiven nicht beigesteuert wurden.

Konstruktive Konflikte brauchen eine Führungskraft, die eine offene Diskussionskultur prägt. Es geht darum, gemeinsam die beste Lösung zu finden. Dazu ist Respekt vor jeder Meinung notwendig und die Beseitigung von persönlichen Befindlichkeiten. Diskussionen sind keine Störung. Sie sind eine wertvolle Komponente der Zielfindung.

Unverbindlichkeit: Warum Mehrdeutigkeit Teams schadet?

Unverbindlichkeit äußert sich durch Mehrdeutigkeit. Der Aufgabenstatus bleibt vage, damit nachträglich genug Interpretationsspielraum bleibt. In guten Teams wird der Status klar adressiert und Hürden offen genannt.

Warum bleiben Teams lieber unverbindlich? Es ist vermeintlich einfacher. Denn dadurch werden Optionen offen gehalten und man bleibt unangreifbar. Leider führt diese Haltung zum Misserfolg des Teams.

Verbindlichkeit braucht Klarheit. Nach jeder Diskussion muss klar sein, was entschieden wurde und wer verantwortlich ist. Wichtig ist, dass alle die Entscheidung mittragen. Das gilt auch für die Teammitglieder, die eine andere Meinung vertreten haben.

Verantwortung ablehnen: Wie kommt es zu geringen Leistungsstandards?

Im Projekt werden Abgabtermine immer wieder verschoben. Das Projektteam trifft die Aussage „Wir können nichts tun, denn die Fachabteilung hatte keine Zeit!“. Solche Aussagen sind ein Warnsignal. Denn damit wird die Verantwortung weitergegeben.

Dies kann zwei Ursachen haben:

  • Eine Führungskultur, in der Leiter das letzte Wort beanspruchen.
  • Oder die Haltung des Mitarbeiters, der es sich einfach machen möchte und eben keine Verantwortung übernimmt und Lösungen überlegt, um das Projekt im Sinne der Firma zu entwickeln.

Wer Verantwortung übernimmt, muss Rechenschaft ablegen. Das schreckt ab. Doch ohne Verantwortung sinken die Leistungsstandarde und mit ihnen die Motivation der Leistungsträger.

Teams brauchen gemeinsame Leitplanken. Eine Team-Vision verankert Sinn und Werte. Die Entwicklung sollte gemeinsam erfolgen, damit alle hinter dem großen Zielbild stehen. Danach ist es Führungsaufgabe, diese Standards einzufordern und immer wieder den Fokus der Vision zu schärfen.

Desinteresse an Ergebnissen: Warum triumphiert das „Ich“ über das „Wir“?

„Es ist erstaunlich, was du erreichst, wenn es dir egal ist, wer die Anerkennung bekommt.“ Dieses Zitat von Harry S. Truman bringt es auf den Punkt. Wenn individuelle Ziele wichtiger sind als das Gesamtergebnis, entstehen Silos. Silos führen dazu, dass Informationen nicht weitergegeben und das gemeinsame Aufgaben nachrangig bearbeitet werden.

Wer ausschließlich an eigenen Zielen gemessen wird, optimiert für sich und nicht für das Team. Es helfen gemeinsame Ziele und eine Kultur, die auf Vertrauen, Bereitschaft für Konflikte, Verbindlichkeit und Verantwortungsübernahme baut.

Ihr Team schreibt Erfolgsgeschichten?

Teilen Sie Ihre Erfolgsgeschichte im WMB-Magazin und helfen Sie anderen Führungskräften, Veränderungen zu meistern.

Mein Fazit: Teamwork als Schlüssel zur digitalen Transformation

Echtes Teamwork entsteht nicht durch Zufall. Es ist das Ergebnis harter und gemeinsamer Arbeit. Die Bausteine für Traum-Teams sind:

  1. Gegenseitiges Vertrauen
  2. Mut, Konflikte auszutragen
  3. Verbindlichkeit leben
  4. Verantwortung übernehmen
  5. Fokus auf das Team-Ergebnis

In dem Kulturwandel durch die digitale Transformation benötigen wir solche Teams. Denn Digitalisierung ist kein IT-Thema. Digitalisierung ist Teamarbeit. Am Ende entscheidet nicht die IT-Lösung, sondern das Team, das es schafft, Kolleginnen und Kollegen mit auf eine Veränderungsreise zu nehmen.

Ich bin überzeugt, dass Unternehmen, die diese fünf Bereiche aktiv angehen, erfolgreich den Wandel meistern.

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – Häufig gestelle Fragen

Was sind die fünf Dysfunktionen eines Teams nach Patrick Lencioni?

Patrick Lencioni beschreibt fünf typische Hindernisse, die Teams am Erfolg hindern: fehlendes Vertrauen, Angst vor Konflikten, Unverbindlichkeit, Ablehnung von Verantwortung und Desinteresse an Ergebnissen. Diese fünf Punkte bauen aufeinander auf und entscheiden darüber, ob Teams über sich hinauswachsen oder hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.

Warum scheitern Teams trotz guter Einzelkönner?

Erfolgreiche Teams zeichnen sich nicht durch die besten Einzelkönner aus, sondern durch eine Kultur, die zielgerichtete Zusammenarbeit ermöglicht. Wenn Vertrauen fehlt, Konflikte vermieden werden und niemand Verantwortung übernimmt, reicht individuelles Talent allein nicht aus.

Warum ist Vertrauen die wichtigste Grundlage für Teamwork?

Ohne Vertrauen bleiben Teammitglieder hinter einer professionellen Fassade. Fehler werden versteckt statt als Lernmöglichkeit begriffen. Das führt dazu, dass Konflikte vermieden, Verbindlichkeiten abgeschoben und keine Verantwortung für Ergebnisse übernommen wird. Vertrauen beginnt bei der Führungskraft: Wer eigene Fehler offen anspricht, gibt dem Team die Erlaubnis, verletzlich zu sein.

Wie erkennen Sie künstliche Harmonie in einem Team?

Ein klares Symptom: Im Team wird scheinbar harmonisch miteinander umgegangen, aber hinter dem Rücken wird schlecht geredet. Entscheidungen bleiben unklar, weil niemand seine echte Meinung beisteuert. Wertvolle Perspektiven gehen verloren, und Lösungen sind zweitklassig.

Was hilft gegen Unverbindlichkeit im Team?

Verbindlichkeit braucht Klarheit. Nach jeder Diskussion muss feststehen, was entschieden wurde und wer verantwortlich ist. Alle müssen die Entscheidung mittragen, auch die Kollegen die vorher anderer Meinung waren.

Warum sinken die Leistungsstandards, wenn niemand Verantwortung übernimmt?

Wenn Verantwortung weitergegeben wird, sinken die Standards und mit ihnen die Motivation der Leistungsträger. Teams brauchen gemeinsame Leitplanken wie eine Team-Vision, die Sinn und Werte verankert. Die Entwicklung sollte gemeinsam erfolgen, damit alle hinter dem Zielbild stehen. Danach ist es Führungsaufgabe, diese Standards einzufordern.

Wie verhindern Sie, dass das „Ich“ das „Wir“ besiegt?

Wenn Mitarbeiter ausschließlich an eigenen Zielen gemessen werden, optimieren sie für sich und nicht für das Team. Ein Lösungsansatz sind gemeinsame Ziele und eine Kultur, die auf Vertrauen, Konfliktbereitschaft, Verbindlichkeit und Verantwortungsübernahme aufbaut.

Warum ist Teamwork der Schlüssel zur digitalen Transformation?

Digitalisierung ist kein IT-Thema, sie ist Teamarbeit. Am Ende entscheidet nicht die IT-Lösung, sondern wie wir es schaffen Kolleginnen und Kollegen mit auf eine Veränderungsreise zu nehmen. Unternehmen, die die fünf Dysfunktionen eines Teams aktiv angehen, meistern den Wandel erfolgreicher, weil sie eine Kultur aufbauen, in der Menschen gerne arbeiten.

Quellen

Stellen Sie sich vor, Ihre Produkte landen direkt im Einkaufssystem Ihrer Kunden – in Echtzeit mit aktuellen Preisen und Verfügbarkeiten. Dynamische Kataloge, auch Punchout-Kataloge genannt, machen das möglich. Diese helfen Ihnen als Lieferant, Umsatz und Kundenbindung zu steigern. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick über die drei wichtigsten Ansätze: cXML Punchout, OCI-Katalog und IDS-Connect.

Was sind dynamische Kataloge?

Dynamische Kataloge verbinden Webseiten (z.B. Webshops) nahtlos mit dem Einkaufssystem des Kunden. Im Gegensatz zu statischen Katalogen wie BMEcat oder DATANORM aktualisieren sie sich sekundenschnell, ohne manuelle Pflege. Punchout-Kataloge können in ERP-Systemen (z.B. SAP, HERO), in E-Marktplätzen (z.B. simple system) oder E-Procurement-Systemen (z.B. coupa, SAP Ariba) integriert werden. Nach der Implementierung erhalten die Fachabteilungen des Kunden auf den Katalog Zugriff. Der jeweilige Mitarbeiter wählt den Lieferanten aus und wird automatisiert in den dynamischen Katalog weitergeleitet. Dort werden die gewünschten Artikel in den Warenkorb gelegt und in das Einkaufssystem zurück übertragen. Damit wurde nun eine Bestellung erfasst. Nun erfolgen die gewohnten Prozesse, wie die Freigabe des Budget-Verantwortlichen und die Übermittlung der Bestellung an den Lieferanten.

punchout catalog
Absprung in den Punchout-Katalog aus dem ERP-System HERO

Welche Vorteile bieten solche Kataloge?

Als Lieferant profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

  • Datenhoheit bleibt bei Ihnen: Preise, Lagerbestände und Konfigurationen sind immer aktuell.
  • Kunde nutzt Ihre Lösung (z.B. Onlineshop), bleibt jedoch in seinem Einkaufssystem
  • Weniger Fehler, keine Preisdifferenzen oder Rückfragen

Die drei technischen Ansätze im Überblick

Jeder Ansatz integriert externe Punchout-Kataloge in Kundensysteme. Die Technik variiert je nach Branchenstandard und Systemlandschaft.

OCI-Katalog (Open Catalog Interface)

OCI, entwickelt von SAP, ist der Standard für ERP- und E-Procurement-Systeme wie SAP, Onventis oder Mercateo/Unite. Dieser Standard ist vor allem in großen Einkaufsorganisationen vertreten. Das Ziel ist immer aktuelle Artikeldaten und Preise für die Einkaufsbestellung zu verwenden.

cXML-Punchout

cXML-Punchout wird in E-Procurement-Systemen wie SAP Ariba oder Coupa eingesetzt. Der Einsatzzweck ist derselbe wie beim OCI-Katalog. Lediglich der technische Aufbau unterscheidet sich.

IDS Connect für Handwerker

Immer mehr Handwerksbetriebe, aus dem Branchen SHK (Sanitär-Heizung-Klima), Elektro oder Bau, setzen auf Handwerkersoftware. Diese spezialisierten ERP-Systeme haben die Standardschnittstelle IDS-Connect bereits integriert. Damit kann der Artikelstamm aktualisiert werden, Angebote geschrieben oder Bestellungen getätigt werden.

Weshalb sind Punchout-Kataloge ein wichtiges Vertriebsargument?

Vergibt ihr Kunde das Label „Preferred Supplier“? Dann haben Sie es mit einem modernen Unternehmen zu tun. Bei diesen Kunden werden Lieferanten belohnt, die dem Einkauf das Leben vereinfachen. Zum Beispiel durch Schnittstellen die die Datenpflege erleichtern. Deshalb ist die Fähigkeit Punchout-Kataloge anzubieten ein wichtiges Argument. Denn damit können folgende Vorteile beim Kunden erzielt werden:

  • Einfache Beschaffung: Mitarbeitende bestellen im eigenen System ohne Medienbruch oder manuelle Bestellformulare
  • Manueller Aufwand sinkt: Artikeldaten und Preise werden automatisch übertragen, somit ist keine manuelle Erfassung der Bestellung notwendig​
  • Reduktion von Prozesskosten: Die Transaktionskosten pro Bestellung sinken deutlich
  • Hohe Datenqualität: Immer aktuelle Preise und Verfügbarkeiten
  • Einhaltung von Einkaufsrichtlinien: Budgets und Freigabe‑Workflows greifen automatisch und können lieferantenübergreifend eingestellt werden
  • Geringe Maverick-Buying-Quote: Durch eine hohe Nutzerfreundlichkeit gehen Mitarbeitende den Weg über die vorgegebenen Kanäle
  • Sortimentssteuerung: Durch die Integration werden bevorzugte Lieferanten „fest verankert“ und damit die Bündelung von Bestellung auf den „Preferred Supplier“ gebündelt
punchout catalog

Wie erwerbe ich die technische Fähigkeit?

Der klassische Weg führt über den eigenen Onlineshop und die Programmierung der geforderten Schnittstellen. Dieser Ansatz liegt nahe, da im Webshop die kundenspezifischen Preise, Verfügbarkeiten und Artikeldaten bereits vorhanden sind. Ein Punchout-Katalog kann auch über andere Wege realisiert werden. Am Markt gibt es folgende Ansätze:

  • Eigenentwicklung: Die Schnittstellen selbst entwickeln und aktuell halten
  • Plugins: Über den Kauf eines Plugins (externe Erweiterung) wird aus dem Onlineshop ein Punchout-Katalog. Diese Bausteine sind fertige Erweiterungen für Systeme wie Magento, Shopware, Shopify oder Adobe Commerce
  • „Out-of-the-box“-Lösung: Standardlösung, die mit Daten aus Excel oder BMEcat auf Knopfdruck einen Punchout-Katalog erzeugt. Dies ist die kostengünstige und schnelle Lösung

Kann mein Kunde die Artikel über die Suche im Einkaufssystem finden?

Dynamische Kataloge werden über den Absprung auf eine externe Website und Rückübertragung des Warenkorbs gesteuert. Daher sind die Artikel nicht über die lieferantenübergreifende Suche im ERP- oder Einkaufssystem zu finden.

Dieser Nachteil wurde erkannt und mit Weiterentwicklungen der Punchout-Techniken gelöst. Mit den folgenden Versionen ist kein Absprung mehr notwendig und Artikel werden über die übergreifende Suche angezeigt:

  • OCI 5.0 mit Background-Search
  • cxML Punchout Level 2

Welche Anforderungen gibt es an Artikeldaten?

Neben Bildern, Beschreibungen, Dokumenten und Kunden-Nettopreisen gibt es zwei wichtige Informationen. Dazu zählen die Mengeneinheiten und der Klassifikationscode.

Mengeneinheiten

Unter Mengeneinheit oder UOM (Unit of Measure) ist der Code gemeint, der definiert, auf welche Einheit sich der Nettopreis bezieht. Zum Beispiel kann für die Einheit Stück der Code C62, ST oder STK verwendet werden. Diese sind bei jedem Artikel hinterlegt und müssen mit der Kundenlogik harmonisiert werden. Sollte der Code bzw. Wert nicht beim Kunden hinterlegt sein, kommt es zum Übertragungsfehler.

Klassifizierungscode

Für Einkaufs- und Finanzprozesse werden Klassifizierungscodes verwendet. Es haben sich die Standards E-Class, UNSPSC und ETIM etabliert. Dies spezifiziert die Produktgruppe und standardisiert teilweise die Produktmerkmale (z.B. ETIM). Dieser Code wird bei jedem Artikel aus dem Warenkorb bei der Übermittlung an das Kundensystem zu übergeben.

Fazit

Dynamische Kataloge machen Ihren Vertrieb effizienter. Denn der mühsam verhandelte Rahmenvertrag wird im Kundensystem verankert. Dadurch steigern Sie Ihre Sichtbarkeit und die Fachabteilungen des Kunden können die Artikel schnell bestellen.

Daher lohnt es sich in Punchout-Kataloge zu investieren. Durch Baukastensysteme die über Plugins den eigenen Onlineshop erweitern oder über „Out-of-the-box“-Lösung die aus einer Excel-Datei per Knopfdruck einen fertigen dynamischen Katalog erzeugt, sind auch mit kleinen Budgets große Schritte möglich.

Meine Empfehlung: Starten Sie mit einer „Out-of-the-box“-Lösung. Diese ist in 2-3 Stunden fertig und kann sofort mit dem ersten Pilotkunden implementiert werden. Geben Sie Ihren Kollegen aus IT bzw. Onlineshop-Team Bescheid und verkaufen Sie dies als ersten Schritt, um deren Ressourcen zu schonen. Ihre ersten Kunden werden begeistert sein und Sie haben gute Argumente für die Umsetzung im eigenen Onlineshop!

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

Punchout-Katalog gewünscht?

Wir helfen Ihnen, die passende Lösung zu finden und diese kurzfristig umzusetzen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was genau ist ein dynamischer Katalog?

Ein dynamischer Katalog (auch Punchout-Katalog genannt) verbindet Ihren Webshop direkt mit dem Einkaufssystem Ihres Kunden. Preise, Verfügbarkeiten und Artikeldaten werden automatisch in Echtzeit übertragen. So kann Ihr Kunde direkt in seinem System auf Ihre Produkte zugreifen, sie auswählen und bestellen – ohne manuelle Dateneingabe.

Worin liegt der Unterschied zu einem statischen Katalog?

Ein statischer Katalog (z. B. DATANORM, BMEcat) muss regelmäßig manuell aktualisiert werden. Ein dynamischer Katalog hingegen aktualisiert sich selbstständig über eine Schnittstelle. Änderungen an Preisen oder Artikeln sind sofort sichtbar – das spart Zeit und vermeidet Fehler.

Welche Vorteile hat das für mich als Lieferant?

Ihre Daten bleiben aktuell und unter Ihrer Kontrolle. Kunden sehen direkt Ihre Preise und Bestände. Bestellvorgänge laufen schneller und fehlerfrei. Sie binden Ihre Kunden langfristig – das erhöht Ihre Chance auf Folgeaufträge.

Welche Arten von dynamischen Katalogen gibt es?

Je nach Kundensystem kommen unterschiedliche Standards zum Einsatz:
➡️ IDS Connect: vor allem in Handwerker-ERP-Systemen wie HERO verbreitet.
➡️ OCI-Katalog (Open Catalog Interface): Standard bei SAP, Onventis oder Mercateo.
➡️ cXML-Punchout: häufig genutzt bei großen Plattformen wie SAP Ariba oder Coupa.

Wie kann ich einen solchen Katalog bereitstellen?

Es gibt drei Wege: #1 Eigenentwicklung: Sie programmieren die Schnittstelle selbst. #2 Plugin: Sie kaufen eine Erweiterung (z. B. für Shopware, Magento, Shopify). #3 Standardlösung: Sie nutzen eine fertige „Out-of-the-box“-Variante – ideal für den schnellen Start.

Welche Anforderungen gibt es an Artikeldaten?

Wichtig sind vollständige Produktinformationen. Zudem sind die Mengeneinheiten abzustimmen. Die meisten Kunden fordern auch Klassifikationscodes nach Standards von E-Class, UNSPSC oder ETIM. Diese Informationen sind entscheidend, damit der Datenaustausch mit dem Kundensystem reibungslos funktioniert.

Können meine Artikel über die Suche des Kunden gefunden werden?

In älteren Versionen war das nicht möglich, da der Prozess über den Absprung auf eine externe Website erfolgt und dort der Warenkorb ins Ursprungssystem gesandt wird. Neuere Versionen wie OCI 5.0 oder cXML Punchout Level 2 bieten eine integrierte Suche, somit Ihre Artikel direkt im Suchergebnis des Kundensystems erscheinen.

Warum erhöhen dynamische Kataloge meinen Umsatz?

Weil Ihre Produkte dort präsent sind, wo der Kunde einkauft. Es ist kein unnötiges Suchen und kein Umweg über Websites notwendig. Das steigert den Komfort, das Vertrauen und führt zu Zusatzverkäufen.

Quellen

Herausforderungen im Handwerk

Handwerker*innen kennen das Problem: Hohe Nachfrage und viele parallel laufende Projekte auf der einen Seite – Fachkräftemangel, Zeitdruck und steigende Materialpreise auf der anderen Seite. In unserer schnelllebigen Zeit stemmen die meisten Handwerksbetriebe mehr Aufträge als es eine klassische 40-Stunden-Woche eigentlich hergeben würde. Schnell wird klar: Ein effizientes und zuverlässiges Baustellenmanagement ist zum Grundpfeiler eines jeden Betriebs geworden. In unserer modernen HERO Software können Betriebe von der digitalen Baustellenplanung über die mobile Zeiterfassung bis hin zum Rechnungsmanagement diverse organisatorische Prozesse abbilden. In der zentralen Oberfläche kann das gesamte Team digital zusammenarbeiten, sodass Arbeitszeit effizient genutzt und keine Baustelle mehr vergessen wird.

“In Kundenprojekten überzeugte HERO mit einem sympathischen Team und einer übersichtlichen Software. Daher freue ich mich über die folgenden Impulse zu Artikelstamm und Automatisierung”

Peter Prütting

ERP Handwerker
Bautagesberichte können im Handumdrehen in der HERO Software geschrieben werden – das erleichtert das digitale Baustellenmanagement enorm.

Digitales Baustellenmanagement

Mit HERO klappt das Baustellenmanagement komplett digital – aber was bedeutet das genau? Ganz einfach: User können mit HERO diverse Aufgaben, die zur Organisation, Bearbeitung und erfolgreichen Fertigstellung eines Projekts dazugehören, digital und zentral in einer Software erledigen. Dazu gehören zum Beispiel die Angebotserstellung, die Zeitplanung, die Baudokumentation und die korrekte Nachkalkulation. Die Handwerkersoftware bietet Usern diverse praktische Features sowie eine mobile Handwerker App, die die Arbeit im Büro, in der Werkstatt und auf Baustellen nachweislich erleichtern.
“Mein Highlight in der mobilen App ist die Möglichkeit, dass der Endkunde direkt auf dem Smartphone das jeweilige Dokument unterzeichnen lassen kann.”
Zitat Peter Prütting

Noch besser wird’s mit unseren hochmodernen Automationen, die unkompliziert in die HERO Software integriert werden können und Anwendern insbesondere bei der Erledigung repetitiver Büroarbeit helfen. So können zum Beispiel automatisiert Kundenmails versendet, auf Knopfdruck Baustellenfotos geteilt oder Projektstatusmeldungen von alleine aktualisiert werden. Die All-In-One-Betriebssoftware reduziert somit manuellen Mehraufwand und hilft Handwerker*innen dabei, weniger Zeit im Büro und mehr Zeit auf der Baustelle verbringen zu dürfen.

ERP Handwerker
Die digitale Plantafel ermöglicht es Handwerkern, ihre Mitarbeitenden und Ressourcen zeitlich optimal auf Projekte aufzuteilen.

Der Schlüssel: Der gepflegte Artikelstamm

Ein gepflegter Artikelstamm ist für Bauunternehmen der Schlüssel zu reibungslosen Abläufen – vom Angebot bis zur Abrechnung. Ob Beton, Ziegel, Dämmstoffe, Fenster oder Türbeschläge: Im Artikelstamm sind sämtliche Materialien, Bauteile und Leistungen hinterlegt, die auf der Baustelle benötigt werden. Nur wenn diese Daten aktuell und vollständig sind, können Bauleiter und Kalkulatoren präzise Angebote erstellen, Material rechtzeitig disponieren und Kosten im Blick behalten. So wird der Artikelstamm zur unverzichtbaren Basis für ein modernes, digitales Baustellenmanagement. Der digitale Artikelstamm ist also wie eine zentrale Datenbank, die alle Produkte, Materialien, Leistungen, Preise und Lieferanteninfos beinhaltet, die ein Handwerksbetrieb im Arbeitsalltag braucht. In HERO klappt die Pflege von Artikelstammdaten vollständig digital und spielend einfach. Und warum ist das so wichtig? Je besser und aktueller diese Daten gepflegt werden, desto schneller und präziser lassen sich Angebote und Kalkulationen erstellen. So erhalten Kund*innen deutlich schneller eine Rückmeldung, Mitarbeitende müssen weniger Zeit damit verbringen, händisch die richtig Artikeldaten zusammenzusuchen und Fehler bei Materialauswahl und Preisangabe können erheblich reduziert werden.

ERP Handwerker
Die Pflege von Artikelstammdaten und aktuellen Preisen klappt in HERO dank unserer Schnittstellen so leicht wie noch nie.

Zeitfresser: Artikelstammpflege im Alltag

Hunderte Artikeleinträge regelmäßig zu pflegen und entsprechende Daten aktuell zu halten kostet Zeit und Mühe. Materialverfügbarkeiten ändern sich, neue Produkte kommen auf den Markt und Hersteller ändern nach Belieben ihre Preise. In der hektischen Praxis im Betrieb stellt die Pflege von Artikelstammdaten ein erhebliches Problem dar – vor allem, wenn die Aktualisierung von Daten ausschließlich manuell oder sogar unregelmäßig erfolgt. Der Aufwand ist groß, die Umsetzung von Aufträgen leidet darunter und wenn die Verwendung von veralteten Artikelstammdaten zu falschen Kalkulationen führt, kommt nochmal ein ganz anderes Problem dazu. Bei HERO Software sind wir uns dieser Probleme bewusst und haben uns eine praktische Lösung für die effiziente Stammdatenpflege überlegt, die jedem Handwerksbetrieb unter die Arme greift:

Lösung: Automatisierte Artikelstammpflege via Schnittstellen

In der HERO Handwerkersoftware kann die Pflege von Artikelstammdaten ganz einfach über praktische Schnittstellen abgewickelt werden. Das reduziert den Arbeitsaufwand erheblich und sorgt dafür, dass Handwerker*innen stets mit korrekten Produktinfos und tagesaktuellen Preisen arbeiten können. In HERO stehen Usern für die Stammdatenpflege und den Kontakt zu Großhändlern Schnittstellen zu IDS Connect und Datanorm zur Verfügung. Dank der nahtlosen Integration dieser Schnittstellen können Artikelstammdaten problemlos importiert und Artikelpositionen können im Handumdrehen per Drag & Drop in Angebote und Rechnungen eingefügt werden. Mit einem einzigen Klick werden Daten zwischen HERO und IDS Connect bzw. Datanorm synchronisiert, sodass HERO User in Sekundenschnelle ihren gesamten Artikelstamm aktualisieren können. Die Vorteile der Schnittstellen anbei im Überblick:

• Zeitersparnis, weil manuelle Datenpflege entfällt.
• Stets aktuelle Preise und Produktdaten.
• Schnelle und zuverlässige Angebotserstellung.
• Sichere Kalkulation und weniger Nachträge.
• Daten-Synchronisation mit einem Klick.

Tipp von Peter Prütting:

Fragen Sie bei ihrem Lieferaten direkt eine Datanorm 4.0 über die bereits gekauften Artikel und den Hinweis auf aktuelle Nettopreise.

ERP Handwerker
Datanorm und IDS Connect sind nur zwei von vielen Schnittstellen, die Usern in der HERO Software zur Verfügung stehen.

HERO Automation: Noch einen Schritt weiter

Bei HERO ist uns schon längst klar: Automatisierte Prozesse entlasten das gesamte Team und schaffen mehr Zeit für das Wesentliche. Kein Handwerker möchte stundenlang im Büro sitzen, Excel-Listen pflegen und zum wiederholten Mal Kund*innen zwecks Terminabsprachen hinterherrennen. Deswegen automatisieren wir in der HERO Software immer mehr Prozesse: Kundenmails schreiben, Projektstatus pflegen, Angebote nachfassen und Vor-Ort-Termine mit Kund*innen ausmachen kann mit HERO vollständig automatisiert erfolgen. Auch beim digitalen Baustellenmanagement profitieren Handwerker von HERO Automation:

• Aufgaben-Listen werden für die Projektarbeit auf Baustellen automatisch erstellt.
• Außendienst-Mitarbeitende werden in HERO automatisch an bevorstehende Kundentermine erinnert.
• Baustellenfotos werden dank Cloud-Speicher-Synchronisation automatisch strukturiert und Kollegen bzw. Kunden zur Verfügung gestellt.
• Bei Beendigung eines Projektschritts, zum Beispiel des Vor-Ort-Termins auf einer Baustelle, rutscht der Auftrag automatisch in den nächsten Projektschritt – kein manuelles Nachfassen notwendig!

ERP Handwerker
Hochmoderne Automationen ermöglichen Handwerkern reibungslose Arbeitsabläufe und reduzieren lästige Büroarbeit.

Fazit: Zukunftsfähiges Handwerk

Das Handwerk ist im Wandel: Digitalisierung, Fachkräftemangel und Materialengpässe sind nur einige der aktuellen Herausforderungen, denen Handwerksbetrieben gegenüberstehen. Wer die Anforderungen der Gegenwart meistern will und im Wettbewerb bestehen möchte, sollte seinen Betrieb digital aufstellen und im besten Fall: automatisiert. HERO Software bietet eine Vielzahl an Features und Automationslösungen an, um diese Aufgabe zu meistern: Vom digitalen Baustellenmanagement über die automatisierte Kundenkommunikation bis hin zur Synchronisation von Artikelstammdaten in Sekundenschnelle finden Handwerker*innen in der Cloud-Software diverse digitale Funktionen, um ihren Betrieb und ihre Arbeitsprozesse zukunftssicher zu machen. Kurzum ist die digitalisierte und automatisierte Arbeitsweise ein echter Wettbewerbsvorteil im Handwerk. Betriebe können sich jederzeit selbst von HERO überzeugen und die vollumfängliche Betriebssoftware 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen.

HERO gibt es sogar als praktische App! Ideal für’s Bautagebuch-Schreiben auf der Baustelle.

Lea Oltersdorf ist Online-Redakteurin bei HERO und bringt vielseitige Erfahrungen mit ins Team. Bei HERO schreibt sie über die Features und Anwendungsbereiche der Cloud-Software, stellt Handwerker*innen in spannenden Praxis-Beiträgen vor und füllt den Handwerkerblog mit kreativen Fachartikeln. Durch ihre praktische Arbeit in einer Kfz-Werkstatt und in der Gastronomie hat Lea zudem die Handwerkswelt aus erster Hand kennengelernt und ein echtes Gespür für branchenspezifische Inhalte entwickelt.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Welche Features hat HERO Software für das digitale Baustellenmanagement?

Das digitale Baustellenmanagement klappt in HERO aufgrund der digitalen Plantafel besonders gut. Die Plantafel können sich User als Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresansicht anzeigen lassen und Aufträge zeitlich koordinieren. Zuständige Handwerker*innen, Maschinen und Werkzeuge können den jeweiligen Aufträgen hinzugefügt und für die entsprechenden Zeiträume eingeplant werden. Ebenfalls unterstützt die übersichtliche Projektpipeline, die digitale Baudokumentation und das intuitive Kundenmanagement in HERO Betriebe dabei, ihre Aufträge und Baustellen digital und zentral in einer Oberfläche zu verwalten.

Welche Schnittstellen stehen in HERO für die Artikelstammpflege zur Verfügung?

In HERO gibt es Schnittstellen zu IDS Connect und Datanorm, um Artikelstammdaten zu importieren, per Drag & Drop in Angebote einzufügen und entsprechende Preise für Kalkulationen zu nutzen. Dank der nahtlosen Integration der Schnittstellen werden Artikeldaten mit einem Klick aktualisiert und in der HERO-Oberfläche synchronisiert. So können Handwerker*innen sicherstellen, dass sie stets mit den richtigen Materialdaten und Preisen arbeiten.

Kann HERO auch mobil auf der Baustelle genutzt werden?

Ja, na klar! HERO verfügt über eine Cloud-Anbindung und eine Handwerker App, sodass die Software auch mobil problemlos genutzt werden kann. In der App stehen Handwerker*innen die Kernfunktionen von HERO zur Verfügung, sodass sie zum Beispiel auch unterwegs Aufgaben-Listen oder Auftragsdokumente abrufen können. Dank der HERO Cloud können Daten und Dokumente auch auf der Baustelle unkompliziert geteilt und in Echtzeit auf anderen Endgeräten synchronisiert werden. Das ermöglicht zuverlässige und effiziente Teamarbeit, egal ob sich Mitarbeitende gerade im Büro oder auf einer Baustelle befinden.

Inwiefern können Arbeitsabläufe mit der HERO Handwerkersoftware automatisiert werden?

HERO bietet diverse Automatisierungslösungen an, die mit wenigen Handgriffen in die Betriebssoftware integriert werden können. Das umfasst etwa das automatisierte Versenden von Kundenmails, Projektstatuswechsel bei Fertigstellung eines Projektschrittes, Cloudspeicher-Synchronisation für Mitarbeitenden und Kund*innen, praktische Leadformulare inklusive automatischer Übernahme von Kundendaten und viele weitere hochmoderne Module. Das erleichtert nicht nur die Planung von Projekten, sondern auch die Ausführung und Zusammenarbeit auf der Baustelle.

Welche Vorteile bietet HERO für die Digitalisierung von Betrieben?

Die HERO Software bietet jede Menge Vorteile, um Betriebe zu digitalisieren und Arbeitsprozesse zu automatisieren. Die Cloud-Software ist intuitiv zu bedienen und ermöglicht Usern schnell eigenständig damit zu arbeiten. Zudem werden viele verschiedene Funktionen in einer Oberfläche gebündelt, sodass HERO User nicht zwischen mehreren Programmen hin- und herwechseln müssen. Handwerker*innen profitieren in der Software zum Beispiel von der digitalen Arbeitszeiterfassung, praktischem Baustellenmanagement, Rechnungswesen, Schnittstellen zur Pflege von Artikelstammdaten, Customer Relationship Management und vielen weiteren Funktionen, die praxisnah auf die Anforderungen von Handwerker*innen zugeschnitten wurden.


Die Digitalisierung revolutioniert das Handwerk und mit ihr die Art und Weise, wie Handwerksbetriebe ihre Prozesse organisieren. Eine zentrale Rolle spielt dabei die IDS Connect-Schnittstelle. Sie ermöglicht eine nahtlose Verbindung zwischen Handwerkersoftware und den Onlineshops von Lieferanten. Doch welche spezifischen Anwendungsfälle eröffnet diese Technologie? Und wie profitieren Betriebe davon? In diesem Beitrag beleuchte ich die Potenziale von IDS Connect und zeige praxisnahe Einsatzmöglichkeiten auf.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect verbindet die Handwerkersoftware mit dem Onlineshop des Lieferanten

Warum IDS Connect unverzichtbar ist!

Die Anforderungen an Handwerksbetriebe wachsen. Kunden erwarten schnelle Angebote, präzise Kalkulationen und eine zügige Auftragsabwicklung. Gleichzeitig müssen interne Abläufe effizient gestaltet werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Handwerkersoftware unterstützt diese Prozesse. Um diese mit aktuellen Informationen zu versorgen ist ein hoher manueller Pflegaufwand erforderlich. Hier setzt die Schnittstelle IDS Connect an. IDS steht für „Integrierte Datenschnittstelle“ und ermöglicht folgende Einsatzmöglichkeiten:

  • Direkten Zugriff auf aktuelle Artikeldaten wie Preise, Bilder, Texte und Verfügbarkeiten
  • Automatisierten Datenaustausch zwischen Handwerkersoftware und den Onlineshops der Lieferanten
  • Reduktion manueller Arbeitsschritte, was Zeit spart und Fehler minimiert

Ein Beispiel: Früher mussten Handwerker Produktdaten aus Katalogen oder Angeboten manuell in ihr System übertragen. Dies ist ein zeitaufwendiger und fehleranfälliger Prozess, vor allem in dynamischen Märkten. Mit IDS Connect wird dieser Schritt digitalisiert.

Anwendungsfälle der IDS-Connect-Schnittstelle in der Praxis

Mit dieser Schnittstelle können verschiedene Anwendungsfälle optimiert werden. Im Folgenden finden Sie fünf Einsatzmöglichkeiten:

Effiziente Warenkorbabwicklung

Ein zentraler Anwendungsfall von IDS Connect ist die Abwicklung von Warenkörben.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Warenkorbabwicklung

Praxisbeispiel:

Ein Betrieb aus dem Bereich Klimatechnik nutzt seine Handwerkersoftware, um einen Warenkorb mit benötigten Materialien für den Kundenauftrag zu erstellen. Über IDS Connect wird dieser direkt an den Lieferanten übermittelt. Alternativ kann der Betrieb einen im Onlineshop erstellten Warenkorb in seine Software importieren, um ihn weiterzuverarbeiten – sei es für Kalkulationen, Angebote oder Bestellungen.

Vorteile:

  • Keine doppelte Dateneingabe
  • Zeitersparnis durch automatisierte Prozesse
  • Direkte Weiterverarbeitung der Daten in der eigenen Software

Direkter Zugriff auf Artikeldaten

IDS Connect ermöglicht es, Artikelinformationen wie Preise, Verfügbarkeiten oder technische Details in Echtzeit abzurufen. Dabei muss das System nicht verlassen werden und die Schnittstelle greift im „Hintergrund“ die gewünschten Informationen ab.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Artikel-Deep-Link

Praxisbeispiel:

Ein Installateur ist bei einem Kunden vor Ort und stellt fest, dass ein Ersatzteil benötigt wird. Über die Funktion „Artikel-Deep-Link“ ruft er direkt aus seiner Software die Verfügbarkeit des Artikels beim Großhändler ab. Innerhalb weniger Sekunden kann er den Artikel bestellen. Und dies ohne Umwege über das Büro.

Vorteile:

  • Echtzeit-Daten ersparen unnötige Nachfragen
  • Kunden durch schnelle Informationsweitergabe begeistern
  • Optimierung des Gesamtprozesses vom Angebot über die Bestellung bis hin zur Rechnungsabwicklung mit dem Lieferanten

Angebotserstellung

IDS Connect erleichtert die Angebotserstellung erheblich, da aktuelle Artikeldaten direkt eingebunden werden können.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Angebotsabwicklung

Praxisbeispiel:

Ein Dachdecker besucht einen Kunden vor Ort und bespricht mit ihm die Planungen für das neue Hausdach. Über die integrierte Datenschnittstelle (IDS Connect) fügt er aktuelle Preise und Verfügbarkeiten direkt in sein Angebot ein. Innerhalb weniger Minuten wird das fertige Angebot per E-Mail an den Kunden gesendet.

Vorteile:

  • Schnelle Angebotserstellung steigert die Kundenzufriedenheit
  • Präzisere Kalkulationen durch tagesaktuelle Daten
  • Reduzierter Verwaltungsaufwand durch automatisierte Prozesse

Auftragsbearbeitung

Auch bei der Bearbeitung von Aufträgen bietet die IDS-Schnittstelle erhebliche Vorteile, da alle relevanten Daten zentral verfügbar sind.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Auftragsabwicklung

Praxisbeispiel:

Ein Trockenbauer erhält einen Auftrag für weitere Objekte. Über IDS Connect greift er auf die Artikeldaten seines Lieferanten zu und spielt diese direkt in seinen Auftrag ein. Änderungen oder Ergänzungen können in Echtzeit vorgenommen werden, ohne Medienbrüche zwischen unterschiedlichen Systemen überwinden zu müssen.

Vorteile:

  • Effiziente Bearbeitung von Aufträgen durch direkte Integration von Artikeldaten
  • Nahtlose Kommunikation zwischen Handwerkersoftware und Onlineshop
  • Fehlerreduktion durch automatische Datenübernahme

Stets aktuelle Daten durch Integration von Lieferanten-Systemen

IDS Connect schafft eine nahtlose Verbindung zwischen Handwerkersoftware oder ihrem ERP-System mit den Onlineshops der Lieferanten herzustellen.  Dadurch sind Artikeldaten stets aktuell im eigenen System verfügbar.

Schnittstelle Handwerkersoftware
IDS Connect – Aktualisierung von Artikelstamm- und Bewegungsdaten

Praxisbeispiel:

Ein Malerbetrieb nutzt IDS Connect, um direkt aus seiner Software auf das Shop-System seines Großhändlers zuzugreifen. Dort kann er Produkte suchen, Preise vergleichen und Bestellungen aufgeben. Und dies, ohne die Software zu verlassen.

Vorteile:

  • Zentralisierte Prozesse ohne Medienbrüche
  • Erhöhte Effizienz bei der Produktsuche und Bestellung
  • Bessere Übersicht über verfügbare Produkte

Vorteile von IDS Connect für Handwerksbetriebe

Die Einführung von IDS Connect bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  1. Zeitersparnis: Routineaufgaben wie das manuelle Übertragen von Daten entfallen
  2. Fehlerreduktion: Automatisierte Prozesse minimieren Eingabefehler
  3. Kostenkontrolle: Durch tagesaktuelle Preisabfragen können Kosten präziser kalkuliert werden
  4. Flexibilität: Daten sind jederzeit abrufbar, ob im Büro oder auf der Baustelle
  5. Kundenzufriedenheit: Schnelle Angebots- und Auftragsbearbeitung stärkt die Beziehung zu Kunde

Welche ERP- oder Handwerkersoftware bietet diese Schnittstelle an?

Hier finden Sie eine Übersicht über Softwareanbieter, die die IDS-Connect-Schnittstelle anbieten. Je nach Lizenzmodell und Softwarereife können Anbieter fehlen. Ich empfehle den direkten Kontakt zum aktuellen oder potenziellen Softwareanbieter zu suchen und Details zu besprechen.

Was ist bei der Einführung zu beachten?

Datenqualität ist das Fundament des Prozesses. In der Handwerkersoftware sollten sauber Artikelstammdaten hinterlegt sein. Dies bedeutet, dass in der Artikelnummer eine eindeutige Nummer steht. Dort kann auf die Artikelnummer des Herstellers oder die EAN-Nummer zurückgegriffen werden. Dies ist wichtig, damit die Artikel über die Schnittstelle identifiziert werden können.

Zudem ist es wichtig sich die Prozesse und Ziele anzusehen. Nicht jede Möglichkeit, die mit dieser Schnittstelle umsetzbar ist, ist auch relevant für Ihren Betrieb. Vor der technischen Umsetzung gilt es die einzelnen Schritte zu definieren.

Sollten Kollegen und Mitarbeiter involviert sein, sollten diese frühzeitig mit eingebunden werden. Durch Beteiligung kann Akzeptanz entstehen. Denn was hilft die beste Datenqualität und ein erstklassiger Prozess, wenn diese nicht genutzt werden.

Magisches Dreieck – Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung der IDS-Schnittstelle

Was ist der Unterschied zu OCI, UGL, OMD, cXML Punchout und dem Katalogformat DATANORM?

Neben der IDS-Connect gibt es weitere Schnittstellen und Datenformate, die systemübergreifenden Arbeiten ermöglichen. Der folgende Abschnitt soll helfen die Unterschiede aufzuzeigen. Diese „Werkzeuge“ für optimale Prozesse hängen von dem gewählten System (z.B. Handwerkersoftware, ERP-System), der Zielstellung und technischen Fähigkeiten ihrer wichtigsten Lieferanten ab.

OCI-Schnittstelle

OCI steht für Open Catalog Interface. Diese Schnittstelle wurde von SAP entwickelt und ist in vielen ERP-Systemen zum Standard geworden. Vor allem Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe setzten auf diese Schnittstelle. Mittlerweile gibt es auch spezielle Einkaufssysteme, auch E-Procurement-Systeme genannt, die auf diese Schnittstelle setzen.

Funktion:

  • Artikel aus dem Onlineshop des Lieferanten in die Handwerkersoftware oder das ERP-System importieren.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Für die Übermittlung von Bestellungen wird eine separate Schnittstelle (z.B. EDI) benötigt

DATANORM Katalog

DATANORM ist ein strukturiertes Datenformat, das für die Anlage und Pflege von Artikeldaten in Handwerkersoftware entwickelt wurde. Darin sind die rudimentären Daten wie Artikelnummer, Bezeichnung und Preis beinhaltet. Dieses Katalogformat wird auch als statisch bezeichnet, da bei jeder Änderung ein neuer DATANORM-Katalog beim Lieferanten erzeugt werden muss und in der Software des Handwerkbetriebes eingespielt werden muss.

Funktion:

  • Anlage und Pflege von Artikeldaten

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Statisches Katalogformat im Gegensatz zur dynamischen IDS-Schnittstelle, auch dynamischer Katalog genannt
  • Artikelanlage in der Handwerkersoftware möglich
  • Ergänzung zu IDS-Connect. Erst mit DATANORM die Artikel anlegen und mit IDS Connect Preise aktuell halten

OMD-Schnittstelle

OMD steht für Open Masterdata. Wie die IDS-Connect-Schnittstelle wird OMD von der ITEK GmbH entwickelt. Wer mit dem Katalogformat DATANORM arbeitet, kann dadurch die fehlenden Informationen wie Bilder oder Datenblätter bei Bedarf ergänzen. Mittelfristig soll OMD das veraltetet Format DATANORM ersetzen.

Funktion:

  • Mit Open Masterdata können in Echtzeit Artikeldaten vom Lieferanten abgerufen werden. Dazu wird eine Artikelnummer oder die EAN (bzw. GTIN) benötigt. Diese kann manuell angegeben werden oder aus dem DATANORM Katalog ausgewählt werden.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Für Artikel die sich nicht im Artikeldatenstamm in der Handwerkersoftware befinden können z.B. Bilder, Texte, Preise oder Leistungsverzeichnisse abgerufen werden
  • Anlage von neuen Artikeln in der Handwerkersoftware möglich
  • Ähnliche Funktion wie der „Artikel-Deep-Link“ von IDS 2.5, jedoch ein anderer Datenstandard

UGL-Schnittstelle

UGL ist die Abkürzung für „Übergabeschnittstelle Lang“. Ursprünglich wurde diese von der Großhandelsgruppe „GC Gruppe“ entwickelt. Als Basis dazu diente die UGS-Beschreibung (Übergabeschnittstelle).

Funktion:

  • Eine Excel-Datei wird aus dem Onlineshop des Lieferanten heruntergeladen werden. Die darin enthaltenen Informationen werden zur Erstellung von Angeboten oder Bestellungen genutzt. Der Fokus dieser „Schnittstelle“, die eher einem Katalog wie DATANORM, ähnelt ist der Dokumentenaustausch.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • IDS-Connect ist eine automatische und moderne Schnittstelle. Bei UGL und UGS müssen die Daten manuell eingespielt werden
  • Reiner Fokus auf den Dokumentenaustausch wie z.B. der Bestellung

cXML Punchout-Catalog

Der Punchout-Catalog funktioniert ähnlich wie der OCI-Standard und wurde von Ariba aus der USA entwickelt. Systeme von Oracle, coupa oder SAP Ariba setzen auf diesen Standard. Über diese Schnittstelle kann ähnlich zu IDS Connect die Bestellung übermittelt. Zudem steht der Rückversand von Auftragsbestätigungen, Lieferavisen oder Rechnungen zur Verfügung.

Funktion:

  • Artikel aus dem Onlineshop des Lieferanten in die Handwerkersoftware oder das ERP-System importieren.

Unterschied zu IDS-Connect:

  • Für die Übermittlung von Bestellungen wird eine separate Schnittstelle (z.B. EDI) benötigt
  • Kann zusätzlich zur Bestellung die Rücknachrichten des Lieferanten über die Schnittstelle ins System des Handwerkers einspielen

Fazit

IDS Connect professionalisiert die Arbeitsweise von Handwerksbetrieben durch nahtlose digitale Prozesse. Ob Warenkorbabwicklung, Artikeldatenupdates oder Angebotserstellung, die Möglichkeiten sind vielfältig und bieten enorme Potenziale zur Effizienzsteigerung. Für Betriebe bedeutet dies nicht nur Zeitersparnis und Fehlerminimierung, sondern auch eine gesteigerte Kundenzufriedenheit. Damit Sie zu erstklassigen Prozessen gelangen, sind nach meiner langjährigen Erfahrung drei Punkte entscheidend. Nehmen Sie ihr Team mit, binden Sie in die Veränderung aktiv mit ein. Setzen Sie auf hohe Datenqualität. Dies hilft Ihnen nicht nur bei Angeboten und Bestellungen, sondern perspektivisch auch in Lagerprozessen. Und zuletzt, definieren Sie klar das Ziel und setzen den geplanten Prozess kurzfristig um. Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft!

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wer hat die IDS-Schnittstelle entwickelt?

Die IDS Connect-Schnittstelle wurde von den Verbänden BVBS (Bundesverband Bausoftware e.V.), DG Haustechnik (Deutscher Großhandelsverband Haustechnik) und ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima) in Zusammenarbeit mit der ITEK GmbH entwickelt.

Welche Software unterstützt IDS Connect?

Viele Handwerkersoftware-Lösungen wie HERO, Handwerksdata, Haufe X360, Streit V.1, Landrix Handwerk, Das Programm, Pds Software, M-Soft und LC-Top bieten eine Integration von IDS Connect an.

Was ist bei der Einführung von IDS Connect zu beachten?

Die Datenqualität ist das Fundament des Prozesses, daher sollten in der Handwerkersoftware saubere Artikelstammdaten mit eindeutigen Artikelnummern hinterlegt sein. Es ist wichtig, die relevanten Prozesse zu definieren und Kollegen sowie Mitarbeiter frühzeitig einzubinden, um Akzeptanz zu schaffen.

Welche Vorteile bietet IDS Connect für Handwerksbetriebe?

IDS Connect bietet Zeitersparnis durch Wegfall manueller Datenübertragung, Fehlerreduktion durch automatisierte Prozesse und bessere Kostenkontrolle durch tagesaktuelle Preisabfragen. Zudem ermöglicht es mehr Flexibilität durch jederzeit abrufbare Daten und steigert die Kundenzufriedenheit durch schnellere Angebots- und Auftragsbearbeitung.

Kann ich mit IDS Connect auf mehrere Lieferanten zugreifen?

Ja, IDS Connect ermöglicht eine nahtlose Verbindung zwischen Ihrer Handwerkersoftware und den Onlineshops verschiedener Lieferanten. Sie können Produkte suchen, Preise vergleichen und Bestellungen aufgeben, ohne Ihre Software zu verlassen.

Kann ich mit IDS Connect auch Artikelbestellungen direkt vor Ort tätigen?

Ja, IDS Connect ermöglicht es, direkt vor Ort beim Kunden Artikelverfügbarkeiten zu prüfen und Bestellungen aufzugeben, ohne die Software zu verlassen oder ins Büro zurückkehren zu müssen.

Welche Großhändler und Hersteller unterstützen die IDS Connect-Schnittstelle?

Es lohnt sich bei Ihrem Lieferanten nachzuhaken. Hier eine kurze Auswahl von Unternehmen: Baustoffhandel – Baustoff Union, SHK-Branche – Richter & Frenzel, Elektrogroßhandel – Fega & Schmitt.

Quellen

Die Digitalisierung der Einkaufsprozesse zwischen Geschäftspartnern (B2B) schreitet kontinuierlich voran. Dies erfordert den Upload von Produktdaten in Online-Shops, E-Procurement-Systemen oder E-Marktplätzen. Hier kommen BMEcat-Converter ins Spiel. Erfahren Sie alles über die besten BMEcat-Converter für Ihr Unternehmen. Ich vergleiche die Top 5 Anbieter und erkläre, wie die Software Ihre Produktdatenverwaltung automatisiert, Kosten spart und Effizienz steigert. 

Was ist ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter, auch BMEcat-Generator oder BMEcat-Software genannt, hilft Produktdaten in ein XML-Format zu bringen. XML ist ein strukturiertes Datenformat, das Informationen zwischen IT-Systemen austauscht. Beim BMEcat ist die Struktur nach den Vorgaben des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) standardisiert. Der BMEcat gehört mittlerweile zum Standard für den Austausch von Produktinformationen in der Industrie. Ein BMEcat-Converter übersetzt verschiedene Dateiformate in den gleichnamigen elektronischen Katalog. Zu den Grundfunktionen gehört die Erstellung, Validierung und Verteilung. Wie diese Funktionen zusammenspielen, sehen wir uns im nächsten Abschnitt an. 

Struktur eines BMEcat im Programm XML Tree Editor geöffnet 

Wie funktioniert eine solche Software? 

Um einen BMEcat zu erstellen werden Produktinformationen wie Bilder, Texte, Artikel-Merkmale, Kundenpreise und Klassifizierungen (z.B. E-CLASS oder UNSPSC) benötigt. Diese werden über Import-Kanäle zur Verfügung gestellt. Je nach Reifegrad der Software können verschiedene Formate wie z.B. Excel, CSV, JSON oder XML importiert werden. Der BMEcat-Converter übernimmt die „Übersetzung“ in den BMEcat. In diesem Schritt werden Validierungen vorgenommen. Diese richten sich nach dem Zielsystem oder der Kundenanforderung. Ein Klassiker sind die Mengeneinheiten, die sogenannten UOMs (Unit of Measure). Um dies zu verdeutlichen, nehmen wir folgendes Beispiel. In der Importdatei ist für die Mengeneinheit Stück die Bezeichnung „ST“ angegeben. Das Zielsystem fordert jedoch „PCE“. Solche Differenzen können durch die Validierung analysiert und in die Sprache des Kundensystems übersetzt werden. Nachdem der Katalog die Prüfung erfolgreich bestanden hat, geht es in den dritten Schritt „Die Verteilung“. Wenn das Zielsystem einen automatischen Upload ermöglicht kann die Software dies automatisiert übernehmen. 

Infrastruktur eines BMEcat-Converters 

bmecat software
bmecat software
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Welche Vorteile sprechen für die Einführung eines BMEcat-Converters? 

Ein BMEcat-Converter ergänzt bestehende Lösungen wie PIM-Systeme (Produkt-Information-Management) oder ERP-Systeme um folgende Vorteile:   

  • Verbesserte Datenqualität: Durch die Standardisierung des BMEcat können Produktdaten an der richtigen Stelle positioniert werden. Dies führt zur Qualitätssteigerung, da die Informationen richtig im Zielsystem angekommen und die Suchergebnisse positiv beeinflusst werden. Zudem können damit manuelle Fehler vermieden werden. 
  • Erhöhte Effizienz: Die Automatisierung der Erstellung und Verwaltung der elektronischen Kataloge spart Zeit und Ressourcen.  
  • Nahtlose Integration: Das XML-basierte Format von BMEcat sorgt für eine nahtlose Integration mit bestehenden Systemen wie ERP- (Enterprise-Ressource-Planning), PIM-Systemen (Product-Information-Management), E-Marktplätzen und E-Procurement-Systemen. Damit wird der Datenfluss optimiert und es besteht keine Notwenigkeit von manueller Datenpflege. 
  • Kosteneinsparungen: Durch die Reduzierung von Fehlern mittels der automatisieren Validierung und die Optimierung von Prozessen können Prozesskosten eingespart werden. Unter Prozesskosten verstehe ich die Aufwendung von Arbeitszeit für die Pflege, Erstellung und Verteilung von BMEcats. 
  • Kundenbindung: Durch den Upload von Produktdaten in Einkaufssystemen können Kunden einfach und schnell bestellen. Darüber hinaus werden manuelle Eingabefehler vermieden und der Kunde kann auf aktuelle Informationen zurückgreifen. 

Wie entwickelt sich BMEcat-Software weiter? 

Neben dem BMEcat gibt es weitere elektronische Katalogformate. Dazu gehören Datanorm, Ariba cif oder das coupa eigene CSV-Format. Zudem gibt es zahlreiche API-Schnittstellen die in Echtzeit Produktdaten zwischen Systemen austauschen. Kundenindividuelle CSV-Formate nehmen ebenfalls zu und stellen die Lieferanten der Daten vor große Herausforderungen. Um dieser Komplexität gerecht zu werden, entwickeln sich BMEcat-Software-Lösungen zu E-Catalog-Management-Lösungen weiter. Zudem wird in Zukunft KI (Künstliche Intelligenz) die „Veredelung“ von elektronischen Katalogen vereinfachen. Ein möglicher Einsatzzweck ist die automatisierte Zuordnung von Klassifikationen (z.B. E-CLASS, UNSPSC, ETIM) auf Artikelebene. Auch in der Erstellung von Texten gibt es erste Ansätze. So können individuelle Texte für Zielgruppen und -systeme automatisiert erstellt werden.  

Infrastruktur von E-Catalog-Management-Lösungen 

Top 5 der BMEcat-Converter im Überblick: e-proCAT, nexoma, Pro3Con, Storeserver, und PIM-Anbieter 

e-pro – e-proCAT

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Die e-pro CAT GmbH zählt zu den führenden Anbietern von Kataloglösungen mit über 1.000 Kunden. Mit ihren Wurzeln im Fraunhofer-Institut IAO und als Mitbegründer des BMEcat-Standards bringt die e-pro CAT GmbH über 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung elektronischer Kataloge mit.  

Ausgewählte Funktionen: 

  • Von E-CLASS auf UNSPSC klassifizieren und von UNSPSC auf E-CLASS 
  • Umfangreiche Validierungsoptionen 
  • Löschen von Links ungültiger MIME-Dateien. Unter MIME werden Bilder, Datenblätter und weitere Anhänge verarbeitet.

nexoma – CatalogExpress 

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Das interdisziplinäre Team von nexoma vereint Fachkompetenzen aus den Bereichen Projektmanagement, Softwareentwicklung und Architektur, Design sowie Mediengestaltung. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Implementierung leistungsfähiger Softwarelösungen für das Produktdatenmanagement. Mit der Softwarelösung CatalogExpress unterstützt nexoma Unternehmen bei der effizienten Transformation und Verteilung von Daten über diverse Kanäle.  

Ausgewählte Funktionen: 

  • Konvertierung in komplexe Standards wie FAB-DIS, BMEcat ETIM oder ETIM xChange 
  • Standardschnittstellen zu PIM-Systemen wie Akeneo, Apollon, Contentserv, ViaMedici, Pimcore oder das Shopsystem von Shopware 

Pro3Con – Primus Catalog 

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Die Pro3Con GmbH ist ein Softwareanbieter im Bereich der automatisierten Verteilung von Produktdaten. Der Fokus liegt auf der Bereitstellung maßgeschneiderter Lösungen für die Erstellung und Integration von E-Katalogen und Webshop-Systemen. Mit einem tiefen Verständnis der digitalen Transformation von Geschäftsprozessen unterstützt Pro3Con Unternehmen dabei, ihre Beschaffungs- und Verkaufsprozesse effizienter zu gestalten. 

Ausgewählte Funktionen: 

Storeserver 

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Gegründet durch den Geschäftsführer Dipl. Inf. Sven Sprandel in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO, liegt der Ursprung des Unternehmens in der Entwicklung des Austauschformats openTRANS/BMEcat. Dieses wurde als erster Schwerpunkt mit dem Storeserver BMEcat-Generator umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. 

Ausgewählte Funktionen: 

  • Converter funktioniert auf Excel-Basis und kann lokal eingesetzt werden 
  • Flexible Erweiterung von BMEcat-Feldern 

PIM-Systeme (Produkt-Information-Management) 

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Viele PIM-Anbieter haben das BMEcat Format umgesetzt. Im Gegensatz zu den BMEcat-Convertern richten sich PIM-Systeme an den internen Logiken aus. Diese kommen an Grenzen, sobald Kunden und Zielsysteme spezifische Anforderungen stellen. Die Lösungen können durch Change-Requests als Anforderungen zur Programmierung angefordert und umgesetzt werden. Ist dies zu aufwendig und zu teuer kann durch die Fachabteilung manuell nachgearbeitet werden.  

Ausgewählte Funktionen: 

  • BMEcat-Standard mit interner Logik 

Fünf wichtige Schritte für die Einführung der BMEcat-Software 

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  1. Bedarfsanalyse: Bevor Sie einen BMEcat-Converter implementieren, ist es wichtig Ihre geschäftlichen Bedürfnisse zu bewerten. Bestimmen Sie den Umfang ihres Artikel-Portfolios, die Komplexität der Artikeldaten und die Integrationsanforderungen. 
  2. Die richtige Software auswählen: Auf Basis der Bedarfsanalyse gilt es die richtige Software auszuwählen. Wichtige Kriterien ist die Nutzerfreundlichkeit, vorhandene Schnittstellen, Skalierbarkeit, Kenntnisse des Anbieters über die Zielkanäle, gemeinsames Entwicklungspotential und das Preismodell. 
  3. Datenvorbereitung: Produktdaten sind das A und O. Bereiten Sie Ihre vorhandenen Produktdaten für die Migration vor. Dies kann die Bereinigung von Daten, die Standardisierung von Formaten und die Sicherstellung der Vollständigkeit und Genauigkeit aller notwendigen Informationen umfassen.
  4. Integration: Integrieren Sie den BMEcat-Converter in Ihre bestehenden Systeme. Nehmen Sie am besten bereits in Schritt 1 ihre IT-Kollegen mit ins Boot. Damit manuelle Tätigkeiten reduziert werden, ist die nahtloste Integration in vorhandene Systeme empfehlenswert. Wenn Sie überwiegend mit Excel arbeiten können Sie direkt mit der Integration der Zielsysteme starten.  
  5. Schulung und Support: Bieten Sie Schulungen für Ihr Team an, damit es den Umgang mit der neuen Software erlernt. Stellen Sie außerdem sicher, dass sie Zugang zu fortlaufendem Support haben, um auftretende Probleme zu lösen. 

Fazit 

Die Einführung eines BMEcat-Converters ist ein wertvolles Werkzeug um professionelles Produktdaten- und Katalogmanagement aufzubauen. Damit lassen sich manuelle und kleinteilige Arbeitsschritte Stück für Stück automatisieren. Daraus folgen aktuelle Daten in den Zielsystemen und die Steigerung der Kundenzufriedenheit.  

Mit standardisierten Datenformaten, umfassenden Funktionen und der Skalierbarkeit bieten Softwareanbieter für die Erzeugung von BMEcats zahlreiche Vorteile, darunter verbesserte Datenqualität, erhöhte Effizienz und Kosteneinsparungen. Durch eine sorgfältige Bedarfsanalyse, die Auswahl der richtigen Software und eine fokussierte Implementierung können schnelle Optimierungen erreicht werden. 

In einer Zeit, in der digitale Transformation fortschreitet und E-Commerce immer wichtiger wird sind kurzfristige und hochwertige Aktualisierungen von Produktdaten das Fundament für den Vertrieb. Sind Sie bereit Ihre digitalen Vertriebsprozesse zu optimieren und die Vorteile von BMEcat-Software zu nutzen?  

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – häufig gestellte Fragen 

Was ist ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter ist eine Software, die Produktdaten in das standardisierte XML-Format BMEcat überführt. Dieses Format ermöglicht den Austausch von Produktinformationen zwischen verschiedenen Systemen im B2B-Bereich. Die Software validiert und verteilt die Daten automatisch. 

Wie funktioniert ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter importiert Produktinformationen aus verschiedenen Dateiformaten wie Excel oder CSV und übersetzt sie ins BMEcat-Format. Dabei werden die Daten auf Fehler geprüft und an die Anforderungen des Zielsystems angepasst. Nach erfolgreicher Validierung können die Daten automatisch verteilt werden. 

Welche Vorteile bietet ein BMEcat-Converter? 

Ein BMEcat-Converter verbessert die Datenqualität, automatisiert Prozesse und spart dadurch Zeit und Kosten. Er ermöglicht zudem eine nahtlose Integration in bestehende Systeme und erhöht die Effizienz in der Produktdatenpflege. 

Wie wähle ich den richtigen BMEcat-Converter aus? 

Die Auswahl hängt von verschiedenen Faktoren wie der Komplexität der Produktdaten, den Integrationsanforderungen und der Skalierbarkeit der Software ab. Wichtige Kriterien sind auch die Benutzerfreundlichkeit und die Schnittstellen zu anderen Systemen wie PIM oder ERP. 

Wie entwickeln sich BMEcat-Converter weiter? 

BMEcat-Software entwickelt sich zu umfassenden E-Catalog-Management-Lösungen, die neben dem BMEcat-Format auch andere Katalogformate und APIs unterstützen. Zukünftig wird KI eingesetzt, um die Klassifizierung und Textgenerierung zu automatisieren, was den Prozess weiter vereinfacht. 

Quellen

Vermutlich kennen Sie das nur allzu gut: Im heutigen Geschäftsleben ändern sich einfach regelmäßig so viele verschiedene Dinge. Manchmal kommt man mit der Erfüllung neuer Richtlinien oder der Etablierung neuer digitaler Techniken kaum hinterher. Gleichzeitig sind Sie froh, dass die schweren Aktenordner von damals mittlerweile eher die Ausnahme sind. Eines steht bei aller Veränderung aber bereits fest: Produktdaten und Preisinformationen werden auch künftig ausschlaggebende Erfolgsfaktoren in Ihrem eBusiness bleiben.

Für Sie als Händler sind Daten essenziell, um Ihre Produkte und Dienstleistungen ansprechend präsentieren zu können. Gleichzeitig stärken Ihre Daten das Vertrauen der Kunden in Ihr Unternehmen. Je aussagekräftiger die Daten, desto wahrscheinlicher die (zufriedene) Kaufentscheidung.

Das Problem dabei: Ihre Produkt- und Preisdaten sind nicht „von Natur aus“ optimal aufbereitet. Auch die Änderung von Produktdaten und tagesaktuellen Preisupdates ist zwar notwendig, frisst händisch aber viel wertvolle Zeit. Um das volle Potenzial aus Ihren Daten herauszuholen, ist deshalb ein durchdachtes Produktdatenmanagement essenziell.

Produktdaten und Preislisten spielen schließlich nicht nur in Ihrem eigenen Onlineshop, sondern auch auf externen Beschaffungsplattformen wie simple system oder auf B2B-Marktplätzen wie Mercateo eine maßgebliche Rolle.

Was nach einer Selbstverständlichkeit klingt, findet in der Praxis leider nicht immer Anwendung: Vermutlich fallen auch Ihnen immer mal wieder unvollständige, veraltete oder fehlerhafte Produktangaben auf Beschaffungsplattformen oder in B2B-Portalen auf. Das ist ärgerlich – sowohl für den Händler als auch für Interessenten – denn die werden im Zweifel dann gar nicht erst zu Kunden.

Die gute Nachricht: Der Weg zu einem professionellen Datenmanagement ist kürzer, als Sie vielleicht denken.

Data-Syndication mit CatalogExpress: Datenstandards, Klassifikationen und mehr

Wir von nexoma sind vor knapp 15 Jahren nämlich mit dem Ziel angetreten, Ihnen dabei zu helfen, das volle Potenzial aus Ihren Produktdaten herauszuholen. Unsere Data-Syndication-Lösung „CatalogExpress“ ist darauf spezialisiert, Ihr Feed Management zu optimieren und eine automatisierte Bereitstellung Ihrer Produktdaten und Preisangaben zu ermöglichen.

Doch was bedeutet „Data-Syndication“ eigentlich? Der Begriff beschreibt einen automatisierten Prozess: Zunächst werden Produktdaten und Preise aus internen Systemen wie PIM oder ERP sowie ggf. auch aus Dateien zusammengeführt. Anschließend werden die Quell-Datenfelder (z.B. Produktname, Preis) auf die passenden Felder des Zielformats gemappt. Danach können die Daten in die z.B. von Plattformen geforderten Formate (z.B. BMEcat) umgewandelt werden. Schließlich erfolgt die Weiterleitung dieser optimierten Daten zum Beispiel an die eProcurement-Plattform simple system oder etwa den B2B-Marktplatz Mercateo. Durch diese Automatisierung entfallen zeitaufwendige manuelle Anpassungen, die gerade bei mehreren Produkten oder Dienstleistungen besonders ineffizient wären.

Hier bietet Ihnen CatalogExpress Abhilfe: Mit der Software-as-a-Service-Lösung können Sie Ihre Produktdaten und Preisinformationen gemäß den technischen Strukturen verschiedener geforderter Datenstandards und Klassifikationen transformieren.

Dank verschiedener Standard-Schnittstellen können Sie Ihre Daten in CatalogExpress ohne Umwege direkt aus verschiedenen Quellen importieren und verwalten. Die in Deutschland gehostete Software ermöglicht Ihnen den Datenimport sowohl aus einzelnen Dateien (z.B. CSV-Excellisten) als auch direkt aus Ihrem PIM-, ERP-, DAM- oder etwa MDM-System heraus.

Dafür benutzt CatalogExpress bereits implementierte Connectoren zu PIM-Systemen wie Akeneo, ATAMYA / eggheads, Contentserv, Crossbase, OMN von Apollon, Pimcore, Viamedici oder auch zu Shopsystemen wie Shopware.

CatalogExpress ist in der Lage, branchenübergreifende Austauschformate wie das Excel-Format XLSX, als auch CSV, XML, JSON, BMEcat oder ETIM xChange ebenso wie branchen- oder nationenspezifische Formate wie FAB-DIS, DPB sowie etwa BMDG zu generieren. Besonders praktisch: Viele dieser Zielformate sind bereits als Formatvorlagen in CatalogExpress hinterlegt. Alternativ können Sie natürlich auch manuell eigene Zielformate definieren. Neben der Ausgabe verschiedener ECLASS-Versionen ist CatalogExpress auch in der Lage, andere Klassifikationen wie ETIM in verschiedenen Versionen (z.B. für Mercateo nach ETIM 4.0, ETIM 5.0, ETIM 6.0 und ETIM 7.0) zu abzubilden.

Übrigens: Auch E-Rechnungen können Sie etwa im standardisierten XRechnung-Format mit CatalogExpress erzeugen und verarbeiten.

Katalogerstellung catalog express
In CatalogExpress können Sie viele Datenstandards wie den BMEcat 2005 direkt als Zielformatvorlage auswählen.

Diese Vielseitigkeit ist eine der großen Stärken von CatalogExpress: Die technischen Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Farben eines Chamäleons. Nicht umsonst ziert das wandelbare Tier deshalb unser CatalogExpress-Logo.

Das nun generierte Austauschformat können Sie außerdem gegen ein vorgegebenes Schema validieren. So stellen Sie stets sicher, dass alle Formatanforderungen erfüllt sind und Ihre Daten nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell optimiert sind. Die eigentliche Datenbereitstellung erfolgt entweder manuell oder automatisiert, zum Beispiel via Mail oder über einen vom Kunden bereitgestellten SFTP-Server.

Wie solch eine Datenoptimierung in der Praxis abläuft, erfahren Sie anhand eines Use Case-Beispiels im nächsten Abschnitt.

Ihre automatisierte Datenbereitstellung für simple system – eProcurement leicht gemacht

Nehmen wir an, Sie möchten Ihre Produkte auf der eProcurement-Plattform simple system listen. Letztendlich teilen Sie und die Plattform dabei dasselbe Interesse, das auch Kunden haben: Die gelisteten Produktdaten sollen möglichst aussagekräftig, einheitlich und gut auffindbar sein. Gleichzeitig möchten Sie sicherstellen, dass auch sich ständig ändernde Preisdaten automatisiert aktualisiert und bereitgestellt werden können.

Die Beschaffungsplattform simple system fordert von Ihnen als Händler eine Datenbereitstellung im Austauschformat BMEcat 1.2 oder BMEcat 2005. Außerdem müssen Ihre Daten (Stand September 2024) entweder nach ECLASS 5.1 oder nach ECLASS 7.1 klassifiziert sein.

Das funktioniert mit CatalogExpress wie folgt:

Datenintegration und -aufbereitung:

Zunächst nutzen Sie Ihre Produkt- und Preisdaten. Dazu greift CatalogExpress durch eine API-Schnittstelle direkt auf Ihr PIM-System und Ihr ERP-System zu oder Sie hinterlegen eine dateibasierte Nutzung Ihrer Daten. Die geladenen Datenquellen sehen Sie nun übersichtlich auf der Eingabe-Seite aufgelistet. Jetzt kann die eigentliche Datenoptimierung beginnen.

Datenmapping und Klassifizierung:

Auf der rechten Ausgabeseite können Sie nun zum Beispiel die Zielformatvorlage für den BMEcat 2005 auswählen. Daraufhin wird die bereits hinterlegte Datenstruktur des BMEcat geladen. Alternativ können Sie hier auch eine Datei mit einem anderen gewünschten Datenstandard nutzen.

Nun kommt das Herzstück von CatalogExpress ins Spiel: Die vielfältigen Datenmapping-Möglichkeiten. Die jeweiligen Quelldatenfelder der zuvor importierten Quellen können jetzt auf die entsprechenden Zieldatenfelder rechts gemappt werden. Zum Beispiel mappen Sie das Quelldatenfeld „Artikelnummer“ auf das Zielfeld „Supplier_PID“.

Katalogerstellung catalog express
Auszug des BMEcat 2005-Aufbaufs im Mapping-Modus von CatalogExpress

Die zahlreichen auswählbaren Zusatzfunktionen wie etwa die Verarbeitung nur von bestimmten Sortimentskategorien anhand von Filterkriterien ermöglichen Ihnen eine sehr detaillierte und exakte Datenaufbereitung.

Sie haben zum Beispiel mehrere kurze Beschreibungstexte und möchte diese gerne zu einer Langbeschreibung kombinieren? Das ist mit der „Join“-Funktion in CatalogExpress problemlos möglich.

Katalogerstellung catalog express
Im Kontextmenü wird die Join-Funktion genauer erklärt.

Generierung des Austauschformats und die automatisierte Bereitstellung:

Nach dem Datenmapping können Sie nun auf Grundlage der angepassten Daten das geforderte Format exportieren. In diesem Fall generieren Sie für simple system einen BMEcat 2005 in der ECLASS-Version 7.1.

Dank der direkten Anbindung an simple system über einen FTP-Server können Sie zudem eine regelmäßige automatisierte Übertragung Ihres generierten Produktfeeds an simple system anlegen. CatalogExpress synchronisiert Ihre Daten dann vollautomatisiert und stellt sie ohne manuellen Aufwand wie gewünscht bereit.

partnermanagement nexoma

Jan Müller ist Marketing Manager bei der nexoma GmbH im sauerländischen Arnsberg. Als ausgebildeter E-Commerce-Kaufmann verfügt er über umfassende Kenntnisse im Bereich Produktdaten. In seiner Rolle als Partnermanager sorgt er für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen nexoma und seinen Partnern. Darüber hinaus schreibt er regelmäßig Erklärtexte zu Datenstandards und weiteren Themen des Produktdatenmanagements für die nexoma-Website.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich mit CatalogExpress meine Produktdaten effizient verwalten?

CatalogExpress optimiert und automatisiert die Bereitstellung von Produktdaten und Preisen für Plattformen wie simple system oder Mercateo. Durch automatisiertes Mapping und die Unterstützung von Datenstandards wie BMEcat und ECLASS sparen Sie Zeit und gewährleisten stets aktuelle und präzise Produktinformationen.

Welche Vorteile bietet CatalogExpress für BMEcat und ECLASS?

Mit CatalogExpress können Sie Datenformate wie BMEcat und ECLASS einfach generieren, verwalten und automatisiert bereitstellen. Die Software unterstützt eine Vielzahl von Austauschformaten und ermöglicht eine einfache Integration in bestehende PIM- und ERP-Systeme.

Wer ist nexoma GmbH?

Nexoma ist ein interdisziplinäres Team aus Projektmanagern, Software-Entwicklern und Designern mit Sitz in Arnsberg im Sauerland. Mit mehr als 20 Mitarbeitern entwickeln wir Softwarelösungen für optimales Produktdatenmanagement. Dazu werden die Softwareprodukte CatalogExpress und Supplier-Portal im SaaS-Modell angeboten.

Welche Leistungen bietet nexoma GmbH an?

Nexoma hilft Ihnen von der Analyse und Konzeption bis zur Entwicklung und Implementierung Ihrer Softwareprojekte. Ziel der Lösungen ist es die Transformation und Verteilung von Produktdaten sowie das Onboarding von Lieferantendaten zu erleichtern.

Quellen

B2B-Marktplätze haben sich in den letzten Jahren zu einem entscheidenden Bestandteil der Lieferkette zwischen Unternehmen entwickelt. Besonders für Hersteller und Händler bieten diese große Vorteile. Doch was genau ist ein B2B-Marktplatz und warum sollten Sie ihn in Betracht ziehen? Dieser Artikel richtet sich an Händler und Hersteller, die weitere Vertriebspotenziale nutzen möchten.

Was ist ein B2B-Marktplatz?

Ein B2B-Marktplatz ist eine digitale Plattform, auf der Unternehmen Produkte und Dienstleistungen an andere Unternehmen verkaufen können. Im Gegensatz zu Marktplätzen wie Zalando oder Otto die sich an Endverbraucher richten, fokussieren sich B2B-Marktplätze ausschließlich an Geschäftskunden. Zu den Besonderheiten gehören Freigabeprozesse, die Zuordnung von Kostenstellen, Integration in weitere Systeme oder die Beschränkung auf bestimmte Lieferanten und Produkte.

Welche Arten von B2B-Marktplätzen können unterschieden werden?

Um erfolgreich über einen B2B-Marktplatz zu verkaufen ist es wichtig zu verstehen, um welche Art es sich handelt. Damit eine Kategorisierung gelingt, unterscheiden wir die Dimensionen Produkt- vs. Prozess-Fokus und Kunden- oder Lieferantengesteuert.

Dimension: Produkt- vs. Prozess-Fokus

  • Produkt-Fokus: Der Kunde hat einen Bedarf (z.B. Werkzeuge kaufen), möchte die passenden Produkte schnell finden und unkompliziert kaufen. Wie bei Amazon erfreut sich Kunden an einem großen Angebot und kaufen unabhängig von Lieferanten.
  • Prozess-Fokus: Ziel solcher Marktplätze ist es den Einkaufsprozess zwischen Lieferanten und Kunden zu optimieren. Der Nutzen liegt in effizienten Prozessen.

Dimension: Kunden- oder Lieferantengesteuert

  • Kundengesteuert (Buy-Side): Marktplätze die von Kunden eingeführt und gesteuert werden sind durch Integration in eigene Systeme, Eingrenzung von Lieferanten und spezifischen Preisstellungen gekennzeichnet. Der Kunde nutzt das einheitliche Design und die Lieferantenübergreifende Suche, um seinen Mitarbeitern das Einkaufen zu erleichtern.
  • Lieferantengesteuert (Sell-Side): Solche B2B-Marktplätze denken aus der Sicht der Verkäufer und haben die Bedürfnisse der Lieferanten im Blick. Über solche Plattformen lässt sich klassisches E-Commerce betreiben.
Kategorisierung von B2B-Marktplätzen

Warum entscheiden sich Kunden für einen B2B-Marktplatz?

Aus dem privaten Bereich kennen wir Amazon, Zalando oder Otto. Wir haben es schätzen gelernt einen Ort, einen Login, ein Design und weitere Services über Marktplätze zu erhalten. Neben diesen Vorteilen sprechen folgende Gründe für die Einführung bei Kunden:

  • Vereinfachte Prozesse: Die Nutzung eines B2B-Marktplatzes vereinfacht den Einkaufsprozess, da alle notwendigen Informationen und Produkte an einem Ort verfügbar sind.
  • Kosten einsparen: B2B-Marktplätze ermöglichen es Unternehmen ihre Kosten zu senken, da die Zeit sinkt, die für den Einkauf verwendet wird. Einheitliche Prozesse helfen Wareneingang und Buchhaltung bei wiederkehrenden und somit automatisierbaren Prozessen.
  • Datenpflege an Lieferanten übergeben: artikelstammdaten in ERP-Systemen (Warenwirtschaft) müssen aufwendig gepflegt werden. Die Anforderungen an Daten steigen stetig und überfordern solche Systeme. Hinzu kommt das die regelmäßige Sortimentsänderungen mit neuen und auslaufenden Artikeln. Um die Stärken von ERP-Systemen zu nutzen und gleichzeitig die Stammdatenpflege zu optimieren wurden Schnittstellen entwickelt. Mittels der Punchout- und OCI-Schnittstelle können externe System (z.B. ein E-Marktplatz) integriert werden. Im ERP-System kommen dadurch aktuelle Produktdaten, Preise und Lieferzeiten an und können weiterverarbeitet werden.

Welche B2B-Marktplätze gibt es in Deutschland?

Diese B2B-Marktplätze bieten Unternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Hier sind einige der bekanntesten, die auf dem deutschen Markt agieren:

Amazon Business

e-marktplatz

Amazon Business ist die B2B-Variante des weltweit bekannten Online-Marktplatzes. Der Kauf auf Rechnung, Einstellung von Benutzerrechten, Hinterlegung von Budget runden die Einkaufserfahrung von Geschäftskunden ab. Amazon bietet auch eine Punchout-Schnittstelle an, um dies in Einkaufssysteme zu integrieren. Die Schott AG nutzt diese Möglichkeit, um Amazon Business in das E-Procurement-System von Onventis zu integrieren. Dort laufen alle weiteren einkaufsrelevanten Prozesse ab.

  • Lieferanten: International
  • Kategorie: Produkt & Sell-Side
  • Schnittstelle: cXML Punchout

Conrad

e-marktplatz

Conrad ist vielen Hobby-Elektronikern ein Begriff. Im Jahr 2017 wurde mit dem Conrad Sourcing Plattform der Grundstein für den B2B-Marktplatz gelegt. Heute verfügt diese Plattform über 10 Mio. Artikel, 6.000 Marken und 2 Mio. B2B Kunden

  • Lieferanten: Vorwiegend Deutschland
  • Kategorie: Produkt & Sell-Side
  • Schnittstelle: OCI

Meplato

e-marktplatz

Der Markplatz von Meplato ist eng mit der Firma WPS Management verbunden. WPS bietet den das gleichnamige E-Procurement-System an. Das System unterstützt einkaufende Unternehmen entlang der gesamten Einkaufsprozesses. Daher der E-Marktplatz Meplato einen starken Prozess-Fokus. WPS schreibt über die Meplato Mall:

Mit der Möglichkeit zur vollständigen Integration der Meplato Mall in WPS ist es ab sofort möglich, Ihren gesamten Marktplatz-Content nahtlos zu integrieren und über die Suche in der zentralen Trefferliste von WPS darzustellen. Unnötige und umständliche OCI-Absprünge sind Vergangenheit. Dadurch haben Ihre Mitarbeiter die Möglichkeit, direkt aus einem deutlich größeren Sortiment ihre Bedarfe zu decken.

  • Lieferanten: Definition durch den Kunden
  • Kategorie: Prozess & Buy-Side
  • Schnittstelle: OCI

Unite (ehemals Mercateo)

Unite (ehemals Mercateo) mit seiner Dachmarkte hat verschiedene Geschäftsmodelle auf mercateo.com integriert. Zum einen gibt es den klassischen Marktplatz, bei dem der Kunde bei diversen Lagern kaufen kann und die Rechnung von mercateo erhält. Darüber hinaus kann aus dem Business Shop das Sortiment von Lieferanten in den Marktplatz integriert werden. Beim Kauf von Produkten bei diesen Lieferanten, erfolgt die Lieferung und Rechnungsstellung durch den Lieferanten. Wie diese Konzepte gemeinsam funktionieren, ist in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Geschäftsmodell Unite

  • Lieferanten: Verbergen sich hinter Lagernummern, Rechnungsstellung durch mercateo
  • Kategorie: Produkt & Buy-Side
  • Schnittstelle: OCI

Geschäftsmodell business shop

  • Lieferanten: Definition durch den Kunden
  • Kategorie: Prozess & Buy-Side
  • schnittstelle: OCI

Nexmart

e-marktplatz

Nexmart baut Softwarelösungen für den Produktionsverbindungshandel. Darunter befindet sich auch der B2B-Marktplatz online market. Dieser ermöglicht es Herstellern ihre Sortimente Händlern zur Verfügung stellen. Durch weitere Lösungen können die Einkaufsprozesse automatisiert werden.

  • Lieferanten: Hersteller bauen den Marktplatz auf, um Händler zu bedienen
  • Kategorie: Prozess & Sell-Side
  • Schnittstelle: OCI

Simple system

e-marktplatz

Der Marktplatz simple system mit Prozess-Fokus wird seit dem Jahr 2000 in München entwickelt. Ziel ist es Prozesskosten durch effiziente Einkaufsprozesse zu senken.  Unter Prozesskosten versteht man die Zeit, die Mitarbeiter für den Einkauf, Wareneingang und Rechnungsbegleichung aufwenden.

  • Lieferanten: Definition durch den Kunden
  • Kategorie: Prozess & Buy-Side
  • Schnittstelle: OCI

Toolineo

e-marktplatz

Dieser Marktplatz kommt aus dem Hause E/D/E (Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler). Mit diesem Markplatz versucht E/D/E für seine 1.200 Mitglieder einen Absatzkanal zu platzieren.

  • Lieferanten: E/D/E Mitgleider
  • Kategorie: Produkt & Sell-Side

Wucato

e-marktplatz

Mit Wucato steigt Würth 2015 in das Marktplatzgeschäft erneut ein. Zum Start wurden die Händler der Würth-Gruppe integriert. Mittlerweile ist dieser B2B-Marktplatz auch für externe Lieferanten zugänglich. Der Fokus liegt auf Handwerks- und Industriebedarf.

  • Lieferanten: Deutsche Händler und Hersteller
  • Kategorie: Produkt & Sell-Side
  • Schnittstelle: OCI & Punchout

Sieben Fragen für den erfolgreich Start auf B2B-Marktplätzen

Damit ihr Einstieg auf Marktplätzen gelingt, sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Zielgruppen möchten wir ansprechen?
  • Was ist unser Ziel? (Erfahrung sammeln, Kundenbindung steigern, Absatz von Auslaufartikeln)
  • Welche Produkte bieten wir zu welchen Preisen an?
  • Welcher B2B-Marktplatz passt zu unserer Zielgruppe und unseren Zielen?
  • Welche Anforderungen an Produktdaten werden gestellt?
  • Wie bauen wir Kundenbeziehungen auf?
  • Welche Ansprüche gibt es an die Logistik und an den Versand?

Fazit: Vertriebspotentiale über B2B-Marktplätze nutzen

B2B-Marktplätze bieten große Potenziale im Vertrieb. Neben der Akquise von Neukunden ist die Steigerung der Kundenbindung ein wichtiger Aspekt in den Überlegungen. Durch die Auswahl des richtigen B2B-Marktplatzes, hochwertige Produktdaten und das stetige Lernen, können sich Lieferanten eine gute Position erarbeiten. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die B2B-Marktplätze bieten, um Kundenbindung zu steigern und ihr Angebot für potentielle Kunden zu präsentieren.

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welche Vorteile bietet ein B2B-Marktplatz gegenüber einem eigenen Online-Shop?

Ein B2B-Marktplatz bietet eine größere Reichweite und einen vereinfachten Verkaufsprozess, während ein eigener Online-Shop mehr Kontrolle und Individualität ermöglicht. Beide Optionen haben ihre Vorteile und können sich ergänzen.

Was ist ein B2B-Marktplatz?

Ein B2B-Marktplatz ist eine digitale Plattform, auf der Unternehmen Produkte und Dienstleistungen an andere Unternehmen verkaufen. Im Gegensatz zu B2C-Marktplätzen wie Amazon oder Zalando richtet sich ein B2B-Marktplatz ausschließlich an Geschäftskunden und bietet spezielle Funktionen wie Freigabeprozesse und Kostenstellenzuordnung.

Welche Arten von B2B-Marktplätzen gibt es?

B2B-Marktplätze lassen sich nach in folgenden Dimensionen unterscheiden: Produkt- vs. Prozess-Fokus und Kunden- oder Lieferantengesteuert.

Produkt- vs. Prozess-Fokus Hierbei liegt der Fokus entweder auf dem Produkt (einfache Produktauswahl und Kauf) oder dem Prozess (Optimierung des Einkaufsprozesses).

Kunden- oder Lieferantengesteuert: Marktplätze können entweder aus der Sicht des Verkäufers (Sell-Side) oder des Käufers (Buy-Side) gedacht und gestaltet sein.

Warum entscheiden sich Unternehmen für einen B2B-Marktplatz?

Unternehmen nutzen B2B-Marktplätze, um Einkaufsprozesse zu vereinfachen, Kosten zu senken und die Datenpflege an Lieferanten zu übergeben. Durch die Integration in bestehende Systeme und die Vereinheitlichung von Prozessen wird die Effizienz gesteigert.

Welche B2B-Marktplätze gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es mehrere bekannte B2B-Marktplätze, darunter: Amazon Business, Conrad Sourcing Plattform, Meplato Mall, Mercateo Unite, Nexmart, Simple system, Toolineo, Wucato.

Quellen

Wer Artikel im Coupa Supplier Portal listen möchten, der kommt um die Katalogformate Coupa CSV Catalog oder Punchout-Catalog nicht vorbei. Erfahren Sie was der „Coupa CSV Catalog“ ist und wie ihr Unternehmen solche Kataloge erstellen kann.

Was ist der Coupa-Catalog?

Der Coupa-Catalog ist ein elektronischer Katalog im CSV-Format. Dieser wurde dazu entwickelt um Produktdaten, Bilder und Preise für Kunden, die das E-Procurement-Portal „Coupa“ nutzen, bereitzustellen. Aus diesen Produkten kann der Kunde wählen und Bestellungen auslösen.

Welche Vorteile bietet der Coupa-Catalog?

Der Verkauf der Produkte über coupa ist über den genannten Katalog oder über die WebEDI-Abwicklung möglich. Dort stellt der Kunde die Bestellung bereit und der Lieferant holt diese im Online-Portal ab. Diese Abwicklung bietet im Gegensatz zum Coupa-Catalog zahlreiche Nachteile. Neben der manuellen Tätigkeit ist die Datenqualität nicht sichergestellt und der Lieferant ist schnell austauschbar. Im Gegensatz dazu ergeben sich für Lieferanten, die einen Katalog bereitstellen folgende Vorteile.

  • Kundenbindung: Um einen Katalog im Coupa Supplier Portal hochladen zu können, ist die Lieferanteneinladung des Kunden notwendig. Auf dieser Basis können die Artikel hochgeladen werden.
  • Erhöhte Sichtbarkeit: Durch die Bereitstellung von gut strukturierten und hochwertigen Produktdaten, erlangen Lieferanten Sichtbarkeit bei bestellberechtigten Mitarbeitern.
  • Automatisierung: Die Integration von Produktdaten, über den CSV-Katalog in Coupa, stellt aktuelle Preise und Produktinformationen sicher. Damit kann der Folgeprozess ohne Fehler mittel EDI automatisiert werden. EDI steht für Electronic Data Interchange und beschreibt den elektronischen Austausch von Nachrichten.

Was ist der Unterschied zwischen den Katalogen Coupa-Catalog und dem Punchout-Catalog?

Coupa bietet die Integration der Artikel über zwei verschiedene Katalogarten an. Punchout-Catalogs bieten den Vorteil, dass sie stets aktuelle Produktinformationen und Preise bereitstellen. Da die Daten direkt über die Website oder den Online-Shop des Lieferanten verknüpft sind. Dies bedeutet, dass Kunden immer die neuesten Daten zur Verfügung haben. Der statische Coupa-Catalog bieten den Vorteil, dass Artikel über die übergreifende Suche gefunden werden. Durch die lokale Speicherung der Informationen im Coupa-System können auch die Artikel in Favoritenlisten und Workflows berücksichtigt werden. Kunden die oft dieselben Artikel kaufen, schätzen diese Möglichkeit.

  • Punchout-Katalog: Diese Katalogart ermöglicht es die Website oder den Online-Shop des Lieferanten in die Coupa-Plattform zu integrieren. Im Falle einer Bestellung springt der Mitarbeiter des Kunden auf die Website des Lieferanten und wählt dort die Produkte aus. Nachdem der Warenkorb abgeschlossen ist, werden die Daten zurück in Coupa übertragen. Dort wird die Bestellung abgeschlossen und an den Lieferanten gesandt. Punchout-Kataloge sind dynamisch und aktualisieren automatisiert Preise oder Verfügbarkeiten.
  • Coupa CSV Catalog: Diese Katalogart wird auch als statischer Katalog bezeichnet. Die Produktdaten, Preise und Bilder werden über eine strukturierte CSV-Datei in Coupa hochgeladen. Nach dem Upload prüft der Kunde den Kataloginhalt und gibt diesen für die Bedarfsträger (bestellberechtigte Mitarbeiter) frei. Sollte sich das Sortiment oder Preise ändern, ist ein erneuter Upload und die erneute Freigabe vom Kunden notwendig.

Wie sieht der statische Katalog im csv-Format aus?

Ein Coupa-Catalog im CSV-Format enthält eine Vielzahl von Informationen, die für ihre Kunden von Bedeutung sind. Jede Zeile im CSV-Dokument repräsentiert ein Produkt. Zu den wichtigsten Produktdaten gehören Produktbezeichnung, Produktbeschreibungen, Artikelnummern, Preise, Bilder und Lieferzeit. Das folgende Bild zeigt einen beispielhaften Katalog, der jeweils mit Semikolon getrennt ist. Zur Pflege kann dieser in Excel geöffnet und strukturiert dargestellt werden.

coupa csv format
Beispiel eines Coupa-Catalog

Welche Optionen gibt es für die Erstellung dieser Katalog-Datei?

Für die Katalogerstellung gibt es drei Systeme, die Sie unterstützen, den Coupa-Catalog zu erstellen. Die Wahl des passenden „Werkzeuges“ hängt von ein paar Rahmenbedingungen ab. Zu diesen zählen die Anzahl der Katalog-Dateien die zu erstellen sind, dem Reifegrad ihrer Organisation und ob eine Automatisierung des Prozesses in Betracht gezogen wird.

  • Excel-zu-CSV-Dateikonverter: Coupa stellt für jedes Projekt ein Excel-Template zur Verfügung. Darin können die Informationen manuell gepflegt werden und danach als CSV-Datei konvertiert werden.
  • Software für Katalogerstellung: Mit einer professionellen Software wird das Produktportfolio aus einem Quell-System bzw. -Datei importiert, validiert und im passenden Format wieder ausgegeben. Je nach Zielsystem kann der Katalogupload über FTP-Server automatisiert erfolgen. Bei Interesse können Sie die Blogbeitrag „Software für elektronische Katalogerstellung“ lesen.
  • PIM-Systeme (Produkt Information Management-System): Wenn ihr Unternehmen bereits ein solches System besitzt, kann geprüft werden, ob es ein Exportfunkton für individuelle CSV-Templates existiert oder programmiert werden kann.

Fazit

Für Lieferanten, die Kunden über das Coupa Supplier Portal bedienen und Artikel verkaufen möchten ist der Coupa-Catalog ein wichtiges Werkzeug. Mit diesem Katalog im CSV-Format können Produktdaten, Preise und Bilder gelistet werden. Der Vorteil für Lieferanten ist, dass Kunden auf aktuelle Daten zugreifen. Dadurch steigt die Sichtbarkeit beim Kunden die im Regelfall zu Umsatzsteigerung und einer höheren Kundenbindung führt. Zudem sind aktuelle Daten die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Digitalisierung der Folgeprozesse. So können über EDI (electronic data interchange) Nachrichten wie Bestellungen und Rechnungen automatisiert ausgetauscht werden. Wir erleben gerade ein Wandel in dem Einkaufsverhalten bei Geschäftskunden. Zunehmend werden die Nutzererfahrungen aus dem Privatkundenbereich z.B. mit Amazon und Zalando im geschäftlichen Umfeld erwartet. Diesen Umstand trägt Coupa Rechnung und ermöglicht Lieferanten mit dem Coupa-Catalog sich zu positionieren.

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Was ist der Coupa-Catalog?

Der Coupa-Catalog ist ein elektronischer Katalog im CSV-Format, der Produktdaten, Bilder und Preise für Kunden, die das E-Procurement-Portal „Coupa“ nutzen, bereitstellt. Lieferanten können Produktdaten, Preise und Bilder hochladen, aus denen Kunden wählen und Bestellungen auslösen können.

Welche Vorteile bietet der Coupa-Catalog?

Erstens Kundenbindung: Erfordert eine Lieferanteneinladung des Kunden, um Artikel hochzuladen. Zweitens erhöhte Sichtbarkeit: Gut strukturierte Produktdaten erhöhen die Sichtbarkeit bei bestellberechtigten Mitarbeitern. Drittens Automatisierung: Integration von Produktdaten über den CSV-Katalog stellt aktuelle Preise und Informationen sicher, was den Prozessfehler durch EDI (Electronic Data Interchange) reduziert.

Was ist der Unterschied zwischen dem Coupa-Catalog und dem Punchout-Catalog?

Punchout-Catalog: Verlinkt direkt mit der Website des Lieferanten, um stets aktuelle Produktinformationen und Preise bereitzustellen. Der Kunde wählt Produkte direkt auf der Lieferanten-Website aus, und die Daten werden anschließend in Coupa übertragen.
Coupa CSV Catalog: Ein statischer Katalog, in dem Produktdaten, Preise und Bilder über eine CSV-Datei hochgeladen werden. Änderungen erfordern einen erneuten Upload und Freigabe durch den Kunden. Artikel können in Favoritenlisten und Workflows integriert werden.

Welche Optionen gibt es für die Erstellung dieser Katalog-Datei?

Excel-zu-CSV-Dateikonverter: Coupa stellt ein Excel-Template zur Verfügung, das manuell gepflegt und als CSV-Datei konvertiert werden kann.
Software für Katalogerstellung: Professionelle Software importiert das Produktportfolio, validiert es und gibt es im passenden Format aus. Der Katalogupload kann automatisiert über FTP-Server erfolgen.
PIM-Systeme: Bestehende Produkt Information Management-Systeme können genutzt werden, um individuelle CSV-Templates zu exportieren oder programmieren.

Quellen

Coupa, Kataloge: https://supplier.coupa.com/catalogs/

Wer Artikel in dem E-Procurement-System SAP Ariba listen möchten, der kommt um die Katalogformate Ariba CIF und Punchout nicht vorbei. Erfahren Sie, was der „Ariba CIF Catalog“ ist und wie ihr Unternehmen solche Kataloge erstellen kann.

Was ist der Ariba CIF Catalog?

Der Ariba CIF (Catalog Interchange Format) Catalog ist ein elektronischer Katalog. Das Katalogformat wurde entwickelt, damit Lieferanten Produktdaten, Bilder und Preise effizient im E-Procurement-System SAP Ariba hochladen können. Solche Systeme helfen einkaufenden Unternehmen den Bestellprozess von Anfrage über Bestellung bis zur Rechnung zu digitalisieren. Der Ariba CIF Catalog ist ein sogenannter statischer Katalog und muss bei jeder Änderung von Preisen oder Produktdaten aktualisiert werden.

Welche Vorteile bietet das Ariba CIF?

Für Lieferanten bietet der Ariba CIF Catalog zahlreiche Vorteile:

  • Kundenbindung: Um einen Katalog auf SAP Ariba hochladen zu können, ist die Lieferanteneinladung des Kunden notwendig. Auf dieser Basis können die Artikel hochgeladen werden.
  • Erhöhte Sichtbarkeit: Durch die Bereitstellung von gut strukturierten und hochwertigen Produktdaten, erlangen Lieferanten Sichtbarkeit bei bestellberechtigten Mitarbeitern.
  • Automatisierung: Die Integration von Produktdaten über in SAP Ariba stellt die Aktualität der Preise und Produktinformationen sicher. Damit kann der Folgeprozess ohne Fehler mittels EDI automatisiert werden. EDI steht für Electronic Data Interchange und beschreibt den elektronischen Austausch von Nachrichten.

Was ist der Unterschied zwischen den Katalogen Ariba CIF und Punchout?

In SAP Ariba gibt es zwei Arten von Katalogen: den dynamischen Punchout-Katalog und den statischen Ariba CIF Catalog. Die Unterschiede bestehen in der Funktionsweise im E-Procurement-System und der technischen Umsetzung.

  • Punchout-Katalog: Diese Katalogart ermöglicht es die Website oder den Online-Shop des Lieferanten in die SAP Ariba-Plattform zu integrieren. Im Falle einer Bestellung springt der Mitarbeiter des Kunden auf die Website des Lieferanten und wählt dort die Produkte aus. Nachdem der Warenkorb abgeschlossen ist, werden die Daten zurück in SAP Ariba übertragen. Dort wird die Bestellung abgeschlossen und an den Lieferanten gesandt. Punchout-Kataloge sind dynamisch. Die Aktualisierung der Preise und Lagerbestände erfolgt automatisiert.
  • Ariba CIF Catalog: Diese Katalogart wird auch als statischer Katalog bezeichnet. Die Produktdaten, Preise und Bilder werden über eine CIF-Datei in SAP Ariba hochgeladen. Nach dem Upload prüft der Kunde den Kataloginhalt und gibt diesen für die Bedarfsträger (bestellberechtigte Mitarbeiter) frei. Sollte sich der Sortimentsumfang oder die Preise ändern, ist ein erneuter Upload notwendig. Nach dem Upload wird die erneute Prüfung und Freigabe des Kataloges vom Kunden notwendig.

Wie sieht ein Ariba CIF Catalog aus?

Ein Ariba CIF Catalog besteht aus strukturierten Datenfeldern, die verschiedene Informationen zu den Produkten enthalten. Diese können in Excel gepflegt und als cif-Datei exportiert werden. Ein solcher Katalog besteht aus zwei Ebenen, dem Header und den Items. Darin sind unter anderem folgende Felder beinhaltet:

Header (Kopfzeile)

Der CIF-Dateikopf enthält Attribute, die festlegen, wie der Hauptteil der Datei verarbeitet werden soll.

FeldBeschreibung
CHARSETZeichenkodierung des Katalogs – UTF-8.
CURRENCYStandardwährung für Artikel in der Datei.
LOADMODEF = vollständiger Ersatz, I = inkrementeller Katalog

Items (Felder)

Die einzelnen Zeilen bzw. Felder beschreiben den jeweiligen Artikel.

FeldBeschreibung
Supplier IDKennung für den Lieferanten
Supplier Part IDArtikelnummer Lieferanten
Manufacturer Part IDHersteller-Teilenummer
Item DescriptionBeschreibung
SPSC CodeWarennummer
Unit PricePreis der Einheit
Unit of MeasureMengeneinheit
Lead TimeAnzahl der Tage von der Bestellung bis zur Lieferung
Manufacturer Name
Short NameBezeichnung des Artikels
Language 
CurrencyISO-Währungscode
ImageURL des Produktbildes
ThumbnailKleine Produktbild-URL
Ariba CIF
Beispiel Datei – Ariba CIF Catalog V3.0

Welche Optionen gibt es für die Erstellung dieser Katalog-Datei?

Für die Katalogerstellung gibt es drei Arten von Systemen, die für die Erstellung genutzt werden können. Dabei hängt die Auswahl des richtigen Systems von wichtigen Rahmenbedingungen ab. Dazu zählt die der Anzahl der Katalog-Dateien die regelmäßig zu erstellen sind, dem technologischen Reifegrad und strategischen Zielen ab. Die drei Optionen sind Excel-zu-CIF-Dateikonverter, Software für Katalogerstellung oder PIM-Systeme:

  • Excel-zu-CIF-Dateikonverter: SAP Ariba stellt für jedes Projekt eine Excel-Datei zur Verfügung. Darin können die Informationen manuell gepflegt werden und danach als CIF-Datei konvertiert werden.
  • Software für Katalogerstellung: Mit einer professionellen Software wird das Produktportfolio aus einem Quell-System bzw. -Datei importiert, validiert und im passenden Format wieder ausgegeben. Je nach Zielsystem kann der Katalogupload über FTP-Server automatisiert erfolgen. Bei Interesse können Sie die Blogbeitrag „Software für elektronische Katalogerstellung“ lesen.
  • PIM-Systeme (Produkt Information Management-System): Wenn ihr Unternehmen bereits ein solches System besitzt, kann geprüft werden ob es ein Exportfunkton für „Ariba CIF“ existiert.

Fazit

Mit dem Ariba CIF Catalog können Lieferanten ihre Artikel im E-Procurement-System von SAP Ariba listen. Dies verspricht die Erhöhung von Kundenbindung, steigt die Sichtbarkeit und schafft die Grundlage für die Automatisierung von Folgeprozessen. Voraussetzung ist die Lieferanteneinladung durch den Kunden und die Fähigkeit einen solchen Katalog zu erstellen. Die Erstellung kann über Excel und den Export als CIF-Datei erfolgen. Alternativ können Lieferanten die Schnittstelle ihres PIM-Systems oder eine Software die auf die elektronische Katalogerstellung spezialisiert ist verwenden. Die Bereitstellung des Ariba CIF Catalog ist der Schlüssel für aktuelle Produktdaten und die Automatisierung des Beschaffungsprozesses für alle Beteiligten.

Experte Unternehmensentwicklung

Peter Prütting ist Experte für werteorientierte und digitale Unternehmensentwicklung. Mit über 15 Jahren Vertriebserfahrung aus den Perspektiven Großhandel, Hersteller und E-Marktplatz nimmt er einen ganzheitlichen Blick ein. Seine Weggefährten schätzen ihn als kundenzentrierte und fokussierte Führungskraft, der Teams durch die digitale Veränderung führt. Abseits des Berufsalltags tankt er Energie beim Mountainbiken.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Was ist der Ariba CIF Catalog?

Der Ariba CIF (Catalog Interchange Format) Catalog ist ein elektronischer Katalog, der Lieferanten ermöglicht, Produktdaten, Bilder und Preise effizient auf das E-Procurement-System SAP Ariba hochzuladen. Dieses Katalogformat hilft einkaufenden Unternehmen, den Bestellprozess von der Anfrage bis zur Rechnung zu digitalisieren. Der Ariba CIF Catalog ist ein statischer Katalog, der bei Änderungen an Preisen oder Produktdaten erneut aktualisiert werden muss.

Welche Vorteile bietet der Ariba CIF Catalog?

Für Lieferanten bietet der Ariba CIF Catalog zahlreiche Vorteile. Erstens fördert er die Kundenbindung. Zweitens erhöht der Ariba CIF Catalog die Sichtbarkeit der Produkte. Drittens ermöglicht der Ariba CIF Catalog die Automatisierung.

Was ist der Unterschied zwischen den Katalogen Ariba CIF und Punchout?

Der Ariba CIF Catalog ist ein statischer Katalog. Bei jeder inhaltlichen Änderung ist ein neuer Katalog, der Upload in SAP Ariba und die Freigabe des Kunden notwendig. Der Punchout-Catalog gehört zu den dynamischen Katalogen. Ist die Implementierung in SAP Ariba abgeschlossen werden Preise und Lagerbeständig automatisiert aktualisiert.

Welche Optionen gibt es für die Erstellung dieser Katalog-Datei?

Für die Erstellung der Katalogdatei gibt es drei Systeme. Erstens gibt es den Excel-zu-CIF-Dateikonverter. SAP Ariba stellt für jedes Projekt eine Excel-Datei zur Verfügung, in der die Informationen manuell gepflegt und danach als CIF-Datei konvertiert werden können. Zweitens gibt es professionelle Software für die Katalogerstellung. Mit solcher Software kann das Produktportfolio aus einem Quell-System oder einer Datei importiert, validiert und im passenden Format wieder ausgegeben werden. Je nach Zielsystem kann der Katalogupload über einen FTP-Server automatisiert erfolgen. Drittens können Unternehmen, die bereits ein Produkt Information Management-System (PIM-System) besitzen, prüfen, ob eine Exportfunktion für „Ariba CIF“ existiert.

Quellen